Rückblick auf das Fastenbrechen „Iftar“ in der DITIB Mevlana Moschee am 1. 6. 2017

Für ein friedliches Miteinander gilt es immer wieder neu Brücken zu bauen zwischen Menschen  unterschiedlicher Kulturen und Religionen, indem wir aufeinander zugehen, ins Gespräch kommen, Interesse füreinander  zeigen, einander verstehen lernen, die Verschiedenheit akzeptieren und  vielleicht auch wertschätzen lernen.

So eine Brücke zum friedlichen Miteinander konnte wie schon im letzten Jahr  die gemeinsame Einladung des Café Asyl- Teams  der Flüchtlingshilfe Ebersbach und  der muslimischen Gemeinde der DITIB Mevlana Moschee zum Fastenbrechen „Iftar“ in die Moschee während des Ramadans sein. Viele Einheimische und Flüchtlinge unterschiedlicher Religionen, Erwachsene, Jugendliche und Kinder sind gekommen.

Der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde  Mustafa Acikgöz brachte in seiner herzlichen Begrüßung zum Ausdruck, wie wichtig  die gegenseitige interkulturelle Öffnung  für ein harmonisches Zusammenleben ist.

Auch Joachim Auch vom Café Asyl- Team  sprach von einem guten, hoffnungsvollen Zeichen,  dass sich Menschen in Ebersbach  interkulturell und interreligiös  in Freundschaft und  respektvoll um Flüchtlinge kümmern und auch  zum Beispiel  beim Cafe´ Asyl einander unterstützen. Er wünschte sich, dass dies auch in Zukunft so weitergehen möge.

Dass der zwischenmenschliche Kontakt ein unverzichtbares Fundament für das verständnisvolle und respektvolle Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion und unterschiedlicher politischer Einstellungen in unserem demokratisch geprägten Land ist, unterstrich auch Bürgermeister Sepp Vogler in seinem Grußwort. Dazu tragen solche Veranstaltungen bei, dass Ebersbach für zugezogene  Menschen zur  Heimat werden kann. Er bedankte sich bei den Vertretern der Moscheegemeinde und beim Café Asyl- Team der Flüchtlingshilfe Ebersbach für die Organisation dieser Veranstaltung.

Bevor der Muezzin zum Gebet rief, erläuterte Berat Acikgöz ausführlich, dass das Fasten im religiösen Sinne mehr ist als der  Verzicht auf Essen und Trinken. Es ist Innehalten,  Nachdenken über Gottes Barmherzigkeit, die  kritische Betrachtung des eigenen Lebenstils, Sensibilisierung  für die Bedürfnisse der Notleidenden, Stärkung der Verbindung zu Gott durch intensive Koranlektüre und  Gebete und ganz wichtig auch die Pflege der Gemeinschaft  untereinander.

Pünktlich nach dem Untergang der Sonne konnten dann die fastenden Muslime ihr Fasten für diesen Tag zusammen mit allen Nichtfastenden beim   gemeinsame Iftar- Essen  brechen und dann im zwanglosen  Beisammensein den Abend ausklingen lassen.

Zusammen essen, zusammen feiern- ein wichtiger Schritt, dass aus Fremden Freunde werden.

Und ein  weiterer Schritt in diese Richtung  ist das Zusammensein beim  nächsten  Café Asyl am Donnerstag,  13. Juli 2017, ab 16 Uhr im evang. Gemeindezentrum, in der Zeppelinstraße 38.

Elfriede Kohnke für das Café Asyl- Team

 

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