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Rückblick auf das Café Asyl im September

Die Flüchtlinge kommen gerne ins Café Asyl, ganz egal wo sie gerade untergekommen sind- ob in den Gemeinschaftsunterkünften in der Daimlerstraße, in Uhingen, im Ebercamp oder inzwischen auch in einigen Wohnungen in Ebersbach. Im Café Asyl ist jeder  willkommen- Einheimische gleichermaßen wie Flüchtlinge. Da kann  man andere Menschen treffen, hier gibt es keine Grenzen zwischen Nationalitäten, Kulturen und Religionen.
Hier rückt man  beim gem16-09-bild-1-cafeeinsamen Essen und Trinken  zusammen, man lernt sich kennen und allmählich vertiefen sich die Kontakte und man freut sich auf ein Wiedersehen. Das gilt natürlich auch für die Kinder, die immer gerne die Bastelangebote annehmen. Dieses Mal durfte jeder ein witziges, buntes Rasselmännchen basteln und gestalten.

Und ganz wichtig für die Flüchtlinge ist es, dass  es hier die Möglichkeit gibt, die gelernten Sprachbausteine  bei der Unterhaltung anzuwenden und das Sprechen in deutscher  Sprache etwas zu trainieren. Deshalb hoffen wir, dass auch in Zukunft viele Einheimische sich die Zeit nehmen und zum Café Asyl kommen und mit den Flüchtlingen sprechen.

16-09-bild-2Café  Asyl ist aber noch mehr: Hier können Flüchtlinge mit ihren Anliegen an die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe  Ebersbach herantreten, z.B.   sucht da  jemand  eine Arbeitsstelle oder eine Wohnung, jemand braucht ein Fahrrad, ein anderer einen  Schulranzen  für die Kinder oder etwas zur Ausstattung für das erwartete Kind und wieder ein anderer braucht die genaue Adresse der Klinik, wo das Kind operiert werden muss.  Dann gibt es hier auch  ehrenamtliche  Übersetzer für verschiedene Sprachen und auch die Helfer können sich untereinander verständigen und   weiterbringende Hilfen organisieren.

Es ist für die Flüchtlinge nicht selbstverständlich, dass sich ihnen  so viele in Ebersbach zuwenden und ihnen weiterhelfen. Sie sind dafür sehr dankbar und geben dies auf ganz unterschiedliche Weise zurück, helfen mit und gestalten mit.

So spielte Nozad aus dem Irak auf seiner Saz, einer Langhalslaute, und entlockte ihr orientalische Klänge und weckte sicher bei manchem ein bisschen Heimatgefühl. Und George aus Syrien packte seine Trommel aus und wirbelte mitreißende Rhythmen hervor.   Vielen Dank den beiden und wir freuen uns über  weitere musikalische oder andere kreative Einlagen.

Vielen Dank natürlich auch wieder den fleißigen KuchenbäckerInnen, die wieder zu einem sehr reichhaltigen Buffet beitrugen.

Dann bis zum nächsten Café Asyl am Donnerstag, 13. Oktober 2016!

Elfriede Kohnke