3 Tage vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATIOM.MIT.ARBEIT

„Unsere Eltern waren Flüchtlinge. Hilfsbereitschaft gehört zu unseren Charaktereigenschaften. Wir geben jedem eine Chance.“
Die Hubert Fiedler GmbH in Roßwälden beschäftigt deshalb einen syrischen Mitarbeiter.

„Unsere Eltern waren Flüchtlinge. Sie kamen aus dem Sudetenland und mussten ihre Heimat verlassen. Sie erfuhren damals wenig Unterstützung und waren zu dieser Zeit nicht sehr willkommen“, beginnt Angelika Fiedler, die Prokuristin der Ebersbacher Firma Hubert Fiedler GmbH (GEFIE), das Gespräch über ihre Beschäftigung geflüchteter Menschen. Sie versteht deren Situation und möchte die Geflüchteten besser empfangen, als ihre Eltern damals empfangen wurden. „Hilfsbereitschaft gehört zu unseren Charaktereigenschaften. Wir geben jedem eine Chance“, stellt Angelika Fiedler klar.

Sie teilt sich mit ihren Brüdern Harald und Hans-Jörg Fiedler das Familienunternehmen, das von ihrem Vater Hubert Fiedler 1950 in Reichenbach an der Fils gegründet wurde. 20 Jahre später erfolgte der Umzug nach Roßwälden. GEFIE ist spezialisiert auf die Anfertigung hochpräziser Teile, welche auf CNC-Bearbeitungszentren und CNC-Drehmaschinen für den allgemeinen Maschinen-, Anlagen,- Verdichter- und Fahrzeugbau gefertigt werden. Teamarbeit, Präzision, Flexibilität und Zuverlässigkeit ist in der vergleichsweise kleinen Firma mit etwa 30 Mitarbeitern essentiell, um auf dem Markt zu bestehen: „Ich sage stets: Jeder Mitarbeiter ist sein eigener Unternehmer im Unternehmen, ob im Kleinen oder im Großen. Wir müssen wie Zahnräder Hand in Hand ineinandergreifen“, so Angelika Fiedler.
Ihr syrischer Mitarbeiter Amer A. aus Ebersbach bildet eines dieser Zahnräder: „Er ist arbeitswillig, hilfsbereit und im Team angekommen.“ Den Geflüchteten einzulernen sei laut Frau Fiedler allerdings auch eine Herausforderung: „Es bedarf Zeit, Toleranz, Investition und Bürokratie.“ Nachdem Amer in dem Schichtbetrieb ein sechswöchiges Praktikum absolvierte, erhielt er einen befristeten Vertrag für zwei Jahre. Das GEFIE-Team sei sehr zuvorkommend gewesen, zum Beispiel als er nur in der Frühschicht arbeiten konnte, um mittags einen Deutschkurs zu besuchen. Die Flüchtlingshelferin, welche Amer und dessen Familie ehrenamtlich betreut, kümmert sich um viele Belange, die auf einen Geflüchteten zukommen. Ohne ihre Unterstützung hätte das nach Meinung von Frau Fiedler nicht funktioniert: „Wir stehen regelmäßig in Kontakt und tauschen uns aus.“ Dieses Engagement bedürfe einer hohen Wertschätzung und Amer sei sehr dankbar für diese Hilfe. „Unserem Unternehmen ist es aufgrund des Entgegenkommens wichtig, dass sich ein Migrant auch unseren Gegebenheiten und Strukturen anpasst“, so Angelika Fiedler, „Ich habe viele ausländische Freunde und wenn ich im Ausland bin, passe ich mich deren Gegebenheit an und das erwarte ich auch. Integration ist nicht einfach, aber gemeinsam ist sie machbar.“ Bei dem Ebersbach Neu-Bürger Amer hat sie das Gefühl, dass er bereit dafür ist. Auch wenn ihr Mitarbeiter die Strukturen der Arbeitswelt teilweise noch nicht vollständig versteht, sei er motiviert, dazuzulernen: „Er überlegt und es ist gut, dass er lernwillig ist und dass er zuhört“, erklärt Angelika Fiedler.

Bei zwei weiteren geflüchteten Menschen, welche kurzzeitig bei der Hubert Fiedler GmbH tätig waren, gelang die Zusammenarbeit nicht. Trotzdem ist Angelika Fiedler der Meinung, dass Unternehmensintegration in Zusammenarbeit mit Flüchtlingshelfern, dem Betrieb und den Geflüchteten selbst realisierbar ist. „Wenn sich jemand integriert, anständig verhält und sich bemüht, etwas voranzubringen, dann dient das dem Unternehmen und ihm selbst“, weiß die Unternehmerin. Somit ist das eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer!
... Weiter...Weniger anzeigen.

4 Tage vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT – Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Göppingen

Ab dem 20.05.2019 ist im Foyer des Landratsamtes Göppingen die Wanderausstellung INTEGRATION.MIT.ARBEIT zu sehen. In dieser Roll-Up Ausstellung werden 12 Betriebe aus dem Filstal und deren
Erfahrungen mit Geflüchteten als Mitarbeiter vorgestellt. Geflüchtete Menschen bauen sich im Filstal ein neues, perspektivenreiches Leben auf. Gute Voraussetzungen für Partizipation sind Bildung, Berufsausbildung und Arbeit. Vor allem im Handwerk, aber auch in Pflege und Industrie, wird Nachwuchs dringend benötigt. Unternehmen aus dem Filstal berichten in dieser Ausstellung über Ihre Erfahrungen! Ergänzt wird diese Ausstellung durch eine Broschüre, in welcher die ausführlichen Erfahrungsberichte der Unternehmen und weitere Hintergrundinformationen dokumentiert sind.

Zu sehen ist diese Ausstellung im LRA GP während der regulären Öffnungszeiten bis zum 30.06.2019.
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT – Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Göppingen 
  
Ab dem 20.05.2019 ist im Foyer des Landratsamtes Göppingen die Wanderausstellung INTEGRATION.MIT.ARBEIT zu sehen. In dieser Roll-Up Ausstellung werden 12 Betriebe aus dem Filstal und deren 
Erfahrungen mit Geflüchteten als Mitarbeiter vorgestellt. Geflüchtete Menschen bauen sich im Filstal ein neues, perspektivenreiches Leben auf. Gute Voraussetzungen für Partizipation sind Bildung, Berufsausbildung und Arbeit. Vor allem im Handwerk, aber auch in Pflege und Industrie, wird Nachwuchs dringend benötigt. Unternehmen aus dem Filstal berichten in dieser Ausstellung über Ihre Erfahrungen! Ergänzt wird diese Ausstellung durch eine Broschüre, in welcher die ausführlichen Erfahrungsberichte der Unternehmen und weitere Hintergrundinformationen dokumentiert sind.

Zu sehen ist diese Ausstellung im LRA GP während der regulären Öffnungszeiten bis zum 30.06.2019.

6 Tage vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

... Weiter...Weniger anzeigen.

1 Woche vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Ich habe nicht ständig im Hinterkopf: Er ist ein Flüchtling und ich muss ihn mit Samthandschuhen anfassen – Er ist ein Teil von uns.“
Schreiner Lenzen beschäftigt einen jungen Afghanen als Azubi.

Vor etwa 12 Jahren machte sich Schreinermeister Tobias Lenzen selbstständig und übernahm eine bestehende Schreinerei in Ebersbach. Sein Fachgebiet ist der individuelle Möbel- und Innenausbau. Nach Wunsch des Kunden plant, gestaltet und realisiert er maßgeschneiderte Möbel, Küchen oder ganze Einrichtungen: „Wir bieten ein All-in Paket an, wenn es gewünscht ist. Wir machen aber auch eine einzelne Türe“, berichtet der Unternehmer.

Seit 2016 beschäftigt er den afghanischen Geflüchteten Aref A. aus Ebersbach in seinem Betrieb. Dieser begann mit einem Praktikum und bereitete sich mithilfe einer Einstiegsqualifizierung (EQ) auf seine Schreinerausbildung vor. Diese Fördermaßnahme besteht aus einem sozialversicherungspflichtigen Praktikum, in welchem junge Menschen an Ausbildungsinhalte herangeführt werden und ihre Fähigkeiten zeigen können. Die Vergütung wird von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt und es sind außerdem Hilfen in Fachtheorie und Sprachunterricht möglich. Seit Herbst 2018 ist Aref Alizadeh in Ausbildung. Von möglichen Schwierigkeiten ließ sich Tobias Lenzen nicht abschrecken, da er schon Erfahrung mit der Beschäftigung mit lernbehinderten Jugendlichen sammelte. Die Flüchtlingshilfe Ebersbach vermittelte 2016 mehrere geflüchtete Praktikanten an die Schreinerei Lenzen. Bei der Suche nach einem Auszubildenden entschied sich der Unternehmer instinktiv für den Afghanen, denn sie sind aus dem gleichen Holz geschnitzt: „Bei Aref hatte ich sofort das Gefühl, dass er ein aufrichtiger junger Mann ist, der niemandem etwas Böses tun könnte. Deshalb war es mir nicht wichtig, ob er handwerklich viel Vorerfahrung hatte oder nicht. Dafür macht man schließlich die Ausbildung“, so Tobias Lenzen. In der Praxis würde es zwar funktionieren, es bestehe allerdings eine deutliche Sprachbarriere, vor allem wenn der Schreinermeister vergisst, langsam und deutlich zu sprechen: „Ich habe nicht ständig im Hinterkopf: Er ist ein Flüchtling und ich muss ihn mit Samthandschuhen anfassen – Er ist ein Teil von uns.“ Der Wille, zu lernen, sei bei Aref aber stark ausgeprägt, was Tobias Lenzen bewundert: „Ich stelle mir immer die Frage, wie man es schafft, so motiviert, freundlich und aufgeschlossen zu sein, mit dieser Geschichte. Wenn man weiß, er hat alles hinter sich gelassen, er hat nur über WhatsApp Kontakt zu seiner Familie. Wie man es dann schafft, jeden Tag pünktlich in der Schule zu sein und nie krank zu sein, um an diesem Ziel festzuhalten. Das ist etwas, was mich vollkommen begeistert. Das könnte ich nicht.“ In der Berufsschule gebe es mehrere Schwierigkeiten. Vor allem in Deutsch habe der Azubi Probleme, aber auch mit strukturellem Handeln im Allgemeinen: „Ein Schlüsselerlebnis war am Anfang, als ich ihn gefragt habe, ob er seinen Ordner mitbringen kann, damit ich schauen kann, was sie in der Berufsschule machen. Er hat alles in einen Ordner geheftet, aber nicht nach Fächern sortiert, sondern nach gar nichts. Man hätte alles genauso in eine Kiste werfen können“, erzählt der Schreinermeister. Dinge, welche für uns selbstverständlich erscheinen, seien es bei dem Auszubildenden noch nicht, weshalb sich Tobias Lenzen unsicher ist, wo er die Prioritäten der Ausbildung setzen soll. Inzwischen hat er mit der Schule geklärt, dass es bei Aref vor allem darum gehen solle, dass er die Prüfungen der Handwerkskammer besteht. Die Noten seien zweitrangig. Das Motto des Unternehmers ist dabei: „Das Schlimmste annehmen und immer wieder positiv überrascht sein und sehen, dass es doch nicht so dramatisch ist. Ich habe das wöchentlich.“ Zum Beispiel sei das Halbjahreszeugnis bis auf das Fach Deutsch insgesamt nicht schlecht ausgefallen. Zusammenfassend kann man sagen: Perfekt läuft es noch nicht, aber Integration ist hier voll im Prozess und es besteht Aussicht auf ein gutes Gelingen!
... Weiter...Weniger anzeigen.

Kommentare auf Facebook

Super Sache !! 👏🏽👏🏽

Großes Kompliment!

2 Wochen vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

... Weiter...Weniger anzeigen.

2 Wochen vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Man sollte lernen, gelassener zu sein!“
EWS Weigele beschäftigt einen Ebersbacher Geflüchteten und versucht sich in mehr Gelassenheit.

Die EWS Weigele GmbH & Co. KG ist ein über 50 Jahre altes Unternehmen in der Branche der Werkzeugtechnologie, das 1960 von Gerhard Weigele in Köngen im Landkreis Esslingen gegründet wurde. EWS Weigele war Ende der 60er und 70er Jahre eines der ersten Unternehmen, das Werkzeuge für computergesteuerte Maschinen herstellte und festige dadurch seine Marktposition. 1996 zog die Firma aufgrund zunehmenden Platzmangels nach Uhingen. Die Entwicklung und Produktion angetriebener und statischer Werkzeughalter für CNC-Drehmaschinen und Dreh-Fräszentren ist die Kernkompetenz der Firma.

Der gelernte Maschinenbautechniker Frank Weigele teilt sich mit seinem Bruder Matthias Weigele die Leitung von EWS. Als erfolgreiche Unternehmer nutzen sie ihren gesellschaftlichen Einfluss und übernehmen soziale Verantwortung: „Es war uns immer wichtig im Unternehmen, dass wir Menschen beachten, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und dass wir diesen Menschen Chancen geben, sich in einem Arbeitsplatz zu beweisen. Das ist uns in vielen Fällen auch gelungen. Wir haben heute noch sehr viele Mitarbeiter, die ursprünglich keinen Beruf erlernt haben, später durch ein gewisses Selbstvertrauen in die Schule gegangen sind und die Ausbildung nachgeholt haben. Es hat sich herausgestellt, dass dies häufig sehr treue Mitarbeiter sind“, stellt Frank Weigele klar.
Getreu dem Leitsatz „Wir übernehmen Verantwortung für die Welt, in der wir leben!“ war die Berücksichtigung von Geflüchteten infolge der großen Flüchtlingswelle für die Arbeitgeber keine Frage. Vermittelt durch die Agentur für Arbeit sind heute drei geflüchtete Männer aus verschiedenen afrikanischen Staaten im Werkzeugunternehmen tätig. Der Nigerianer Stephen E. aus Ebersbach ist einer davon. Frank Weigele hatte keine großen Bedenken vor seiner Einarbeitung vor zweieinhalb Jahren. Die kulturellen Unterschiede machten sich allerdings relativ schnell bemerkbar: „Er ist mit Badeschlappen gekommen, obwohl hier Sicherheitsschuhe Vorschrift sind. Dann hat er gesagt: Er kann nicht in Sicherheitsschuhen laufen, er brauche seine Badeschlappen – Es hat lange gedauert, bis er das akzeptierte“, erzählt Frank Weigele. Allgemein seien die größten Herausforderungen nicht fehlende Deutschkenntnisse gewesen, sondern ein anderes Verständnis für Arbeitssicherheit, das Arbeitszeitgesetz und Regularien generell. „Das braucht Zeit, eine intensive Schulung und Erkenntnisvermittlung, um dieses Verständnis aufzubauen“, so Frank Weigele. Seine deutschstämmigen Mitarbeiter hätten anfangs hin und wieder ein Auge zugedrückt. In letzter Zeit machte sein nigerianischer Mitarbeiter aber erstaunliche Fortschritte – und EWS hat Stephen sogar schon einen Ausbildungsplatz angeboten. Insgesamt ist Herr Weigele dankbar, geflüchtete Menschen als Arbeitnehmer zu haben: „Es ist so, dass die Leute mit einem guten Realschulabschluss natürlich immer im Hinterkopf haben: An der Maschine möchte ich nicht mein Leben lang stehen. Ich möchte hier irgendwann etwas zu sagen haben. Bei denen, die man mitzieht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach dem erfolgreichen Abschluss bleiben, größer.“ Das bedeutet: Zeitaufwändige und intensive Einarbeitung auf der einen Seite und Aussicht auf Weiterentwicklung und eine längere Firmenbindung auf der anderen Seite. Abgesehen davon änderte sich durch die Anstellung von geflüchteten Menschen die Einstellung des Unternehmers: „Man sollte lernen, gelassener zu sein. Das fällt aber nicht immer leicht. Man sollte auch lernen, dass alles bei uns überreguliert ist.“ Locker bleiben und etwas riskieren scheint hier das Motto zu sein.
... Weiter...Weniger anzeigen.

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION.MIT.ARBEIT
 
„Man sollte lernen, gelassener zu sein!“
EWS Weigele beschäftigt einen Ebersbacher Geflüchteten und versucht sich in mehr Gelassenheit.

Die EWS Weigele GmbH & Co. KG ist ein über 50 Jahre altes Unternehmen in der Branche der Werkzeugtechnologie, das 1960 von Gerhard Weigele in Köngen im Landkreis Esslingen gegründet wurde. EWS Weigele war Ende der 60er und 70er Jahre eines der ersten Unternehmen, das Werkzeuge für computergesteuerte Maschinen herstellte und festige dadurch seine Marktposition. 1996 zog die Firma aufgrund zunehmenden Platzmangels nach Uhingen. Die Entwicklung und Produktion angetriebener und statischer Werkzeughalter für CNC-Drehmaschinen und Dreh-Fräszentren ist die Kernkompetenz der Firma. 

Der gelernte Maschinenbautechniker Frank Weigele teilt sich mit seinem Bruder Matthias Weigele die Leitung von EWS. Als erfolgreiche Unternehmer nutzen sie ihren gesellschaftlichen Einfluss und übernehmen soziale Verantwortung: „Es war uns immer wichtig im Unternehmen, dass wir Menschen beachten, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und dass wir diesen Menschen Chancen geben, sich in einem Arbeitsplatz zu beweisen. Das ist uns in vielen Fällen auch gelungen. Wir haben heute noch sehr viele Mitarbeiter, die ursprünglich keinen Beruf erlernt haben, später durch ein gewisses Selbstvertrauen in die Schule gegangen sind und die Ausbildung nachgeholt haben. Es hat sich herausgestellt, dass dies häufig sehr treue Mitarbeiter sind“, stellt Frank Weigele klar. 
Getreu dem Leitsatz „Wir übernehmen Verantwortung für die Welt, in der wir leben!“ war die Berücksichtigung von Geflüchteten infolge der großen Flüchtlingswelle für die Arbeitgeber keine Frage. Vermittelt durch die Agentur für Arbeit sind heute drei geflüchtete Männer aus verschiedenen afrikanischen Staaten im Werkzeugunternehmen tätig. Der Nigerianer Stephen E. aus Ebersbach ist einer davon. Frank Weigele hatte keine großen Bedenken vor seiner Einarbeitung vor zweieinhalb Jahren. Die kulturellen Unterschiede machten sich allerdings relativ schnell bemerkbar: „Er ist mit Badeschlappen gekommen, obwohl hier Sicherheitsschuhe Vorschrift sind. Dann hat er gesagt: Er kann nicht in Sicherheitsschuhen laufen, er brauche seine Badeschlappen – Es hat lange gedauert, bis er das akzeptierte“, erzählt Frank Weigele. Allgemein seien die größten Herausforderungen nicht fehlende Deutschkenntnisse gewesen, sondern ein anderes Verständnis für Arbeitssicherheit, das Arbeitszeitgesetz und Regularien generell. „Das braucht Zeit, eine intensive Schulung und Erkenntnisvermittlung, um dieses Verständnis aufzubauen“, so Frank Weigele. Seine deutschstämmigen Mitarbeiter hätten anfangs hin und wieder ein Auge zugedrückt. In letzter Zeit machte sein nigerianischer Mitarbeiter aber erstaunliche Fortschritte – und EWS hat Stephen sogar schon einen Ausbildungsplatz angeboten. Insgesamt ist Herr Weigele dankbar, geflüchtete Menschen als Arbeitnehmer zu haben: „Es ist so, dass die Leute mit einem guten Realschulabschluss natürlich immer im Hinterkopf haben: An der Maschine möchte ich nicht mein Leben lang stehen. Ich möchte hier irgendwann etwas zu sagen haben. Bei denen, die man mitzieht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach dem erfolgreichen Abschluss bleiben, größer.“ Das bedeutet: Zeitaufwändige und intensive Einarbeitung auf der einen Seite und Aussicht auf Weiterentwicklung und eine längere Firmenbindung auf der anderen Seite. Abgesehen davon änderte sich durch die Anstellung von geflüchteten Menschen die Einstellung des Unternehmers: „Man sollte lernen, gelassener zu sein. Das fällt aber nicht immer leicht. Man sollte auch lernen, dass alles bei uns überreguliert ist.“ Locker bleiben und etwas riskieren scheint hier das Motto zu sein.Image attachmentImage attachment

3 Wochen vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Sachspenden für Flüchtlinge

Die Flüchtlingshilfe Ebersbach freut sich über die unterschiedlichsten Sachspenden für die Flüchtlinge, für die aktuell Bedarf besteht. Leider sind die Lagermöglichkeiten sehr begrenzt, so dass wir die Angebote nur bei entsprechendem Bedarf annehmen können. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir nur die untenstehenden gesuchten Dinge annehmen können.
Herzlichen Dank für alle Spenden!

AKTUELL WERDEN FOLGENDE SACHEN GESUCHT:
Es ist für uns hilfreich, wenn Sie von Möbelstücken, wenn möglich ein Foto an untenstehende Email- Adresse schicken. Vielen Dank!

- Benzin- Rasenmäher
- Gartenschlauch
- Kleiner Schreibtisch, max. 1 m breit
- Kinderhochstuhl
- Waschbeckenunterschrank (Badezimmer)
- Küchenschrank (Geschirr)
- Kleiner Gefrierschrank, ca. 60 cm hoch
- Stockbett aus Holz
- Mikrowellengerät (klein)
- weiteres Flachbildfernsehgerät
- Cityroller

- Kontakt: Email: sachspenden@fheb.de
Karin Bretz Elfriede Kohnke
Tel. 0177 8714 345 Tel. 07163- 8111
... Weiter...Weniger anzeigen.

3 Wochen vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

... Weiter...Weniger anzeigen.

3 Wochen vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION. MIT. ARBEIT

„Bei Stan funktioniert es bis auf ein paar Kleinigkeiten.“
Firma Untroma und ihr nigerianischer Mitarbeiter.

Heinz Unterkircher, der Geschäftsführer der Ebersbacher Firma Untroma, ist genau das, was man einen Allrounder nennt. Das spiegelt auch sein Unternehmen wider. Untroma produziert qualitativ hochwertige Geräte und Maschinen für die Teig- und Nudelverarbeitung und für die Trocknung von Obst, Gemüse und Nonfood-Artikel. Außerdem vertreibt und montiert der Betrieb maßgeschneiderte Lüftungsgeräte, Lufterhitzer, Wärmetauscher, Ventilatoren und Gebrauchtmaschinen. Als gelernter Schreiner arbeitet Heinz Unterkircher auch im Bereich Holzschreinerei.
An seine Mitarbeiter habe er zwar nicht die Ansprüche, sich in allen Bereichen auskennen zu müssen, allerdings sollten sie seine Anweisungen realisieren können und bei Unklarheit nachhaken: „Ich benötige hauptsächlich jemanden, dem ich etwas erklären kann. Viele nicken, obwohl sie es nicht verstanden haben und stehen dann auf der Baustelle und wissen nicht weiter. Ein neuer Mitarbeiter muss nicht alles können. Ich sage ihm, wie es geht, aber er sollte es dann umsetzen können“, berichtet der Unternehmer. Auch seinen Mitarbeiter Stan I. aus Nigeria möchte der Unternehmer dazu bewegen, öfter anzurufen, wenn es ein Problem auf der Baustelle gibt. Dieser ist seit etwa zweieinviertel Jahren bei Untroma tätig. Die Verständigung im Allgemeinen funktioniert gut; manchmal stößt Stan dennoch auf sprachlich bedingte Hindernisse. Vor seiner Anstellung durfte der in Ebersbach lebende Geflüchtete sein Können in sechs Wochen Probearbeit demonstrieren. Ein halbes Jahr lang absolvierte er daraufhin eine Einstiegsqualifizierung (EQ) und einen inbegriffenen Deutschkurs. Die Vergütung des neuen Mitarbeiters wurde innerhalb des Förderprogramms von der Agentur für Arbeit bezuschusst. Dafür musste Heinz Unterkircher allerdings viele Formulare ausfüllen, in welchen er noch einmal alle Zahlungen genau festhalten sollte: „Was haben Sie wann, wo, wie bezahlt und erhalten? Und dann denke ich mir: Die Arbeitsagentur weiß das doch besser als ich. Wieso muss ich das hineinschreiben?“ Alles in allem hätte die EQ aber letztendlich gut funktioniert und sei sehr empfehlenswert.
Mit den Schreinerarbeiten seines Mitarbeiters ist der Unternehmer zufrieden: „Er hatte eine sehr gute Idee, einen Verbesserungsvorschlag zur Leistenherstellung“, berichtet der Firmenleiter. Beim Zusammenbau von verschiedenen Klima- und Lüftungsgeräten ist Stan inzwischen selbstständig. Abgesehen von seiner Arbeitskraft profitiert Heinz Unterkircher von Stans Englischkenntnissen. Wenn dem Geflüchteten ein Wort nicht auf Deutsch einfällt, sagt er es auf Englisch und der Geschäftsführer lernt etwas Neues dazu. Das gute Französisch des Nigerianers ist auch von Nutzen, da in Kamerun von Untroma produzierte Obsttrockenanlagen verwendet werden. Der Unternehmer hat deshalb vor, den Geflüchteten nach Afrika reisen zu lassen, damit dieser dort vor Ort bei Schwierigkeiten hilft: „Er kann die Sprache und kann den Frauen, die dort arbeiten, alles viel besser nahebringen. Wenn ich dort bin, gehe ich wieder und keine Mitarbeiterin hat mich verstanden“, so Heinz Unterkircher. „Bei Stan funktioniert es bis auf ein paar Kleinigkeiten“, fasst er zusammen.

Mit einem afghanischen Geflüchteten, den er ein Jahr lang beschäftigte, machte der Arbeitgeber weniger gute Erfahrungen: „Er war am Anfang sehr vielversprechend. Er hat an der Drehbank Schnecken für Nudelmaschinen gedreht. Das konnte er auch gut, aber er hat dann schnell die Lust verloren“, erzählt er. Grundsätzlich würde er trotzdem auch noch einen weiteren Geflüchteten beschäftigen. Allerdings ist dies momentan schwierig, da er zunächst einen Vorarbeiter finden müsse. Perspektiven bietet seine Firma genügend. Und neben Schwäbisch, Englisch und Französisch wird eine weitere Sprache im Allroundbetrieb bestimmt nur zu einer kleinen Herausforderung!
... Weiter...Weniger anzeigen.

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION. MIT. ARBEIT

„Bei Stan funktioniert es bis auf ein paar Kleinigkeiten.“
Firma Untroma und ihr nigerianischer Mitarbeiter. 

Heinz Unterkircher, der Geschäftsführer der Ebersbacher Firma Untroma, ist genau das, was man einen Allrounder nennt. Das spiegelt auch sein Unternehmen wider. Untroma produziert qualitativ hochwertige Geräte und Maschinen für die Teig- und Nudelverarbeitung und für die Trocknung von Obst, Gemüse und Nonfood-Artikel. Außerdem vertreibt und montiert der Betrieb maßgeschneiderte Lüftungsgeräte, Lufterhitzer, Wärmetauscher, Ventilatoren und Gebrauchtmaschinen. Als gelernter Schreiner arbeitet Heinz Unterkircher auch im Bereich Holzschreinerei.
An seine Mitarbeiter habe er zwar nicht die Ansprüche, sich in allen Bereichen auskennen zu müssen, allerdings sollten sie seine Anweisungen realisieren können und bei Unklarheit nachhaken: „Ich benötige hauptsächlich jemanden, dem ich etwas erklären kann. Viele nicken, obwohl sie es nicht verstanden haben und stehen dann auf der Baustelle und wissen nicht weiter. Ein neuer Mitarbeiter muss nicht alles können. Ich sage ihm, wie es geht, aber er sollte es dann umsetzen können“, berichtet der Unternehmer. Auch seinen Mitarbeiter Stan I. aus Nigeria möchte der Unternehmer dazu bewegen, öfter anzurufen, wenn es ein Problem auf der Baustelle gibt. Dieser ist seit etwa zweieinviertel Jahren bei Untroma tätig. Die Verständigung im Allgemeinen  funktioniert gut; manchmal stößt Stan dennoch auf sprachlich bedingte Hindernisse. Vor seiner Anstellung durfte der in Ebersbach lebende Geflüchtete sein Können in sechs Wochen Probearbeit demonstrieren. Ein halbes Jahr lang absolvierte er daraufhin eine Einstiegsqualifizierung (EQ) und einen inbegriffenen Deutschkurs. Die Vergütung des neuen Mitarbeiters wurde innerhalb des Förderprogramms von der Agentur für Arbeit bezuschusst. Dafür musste Heinz Unterkircher allerdings viele Formulare ausfüllen, in welchen er noch einmal alle Zahlungen genau festhalten sollte: „Was haben Sie wann, wo, wie bezahlt und erhalten? Und dann denke ich mir: Die Arbeitsagentur weiß das doch besser als ich. Wieso muss ich das hineinschreiben?“ Alles in allem hätte die EQ aber letztendlich gut funktioniert und sei sehr empfehlenswert.
Mit den Schreinerarbeiten seines Mitarbeiters ist der Unternehmer zufrieden: „Er hatte eine sehr gute Idee, einen Verbesserungsvorschlag zur Leistenherstellung“, berichtet der Firmenleiter. Beim Zusammenbau von verschiedenen Klima- und Lüftungsgeräten ist Stan inzwischen selbstständig. Abgesehen von seiner Arbeitskraft profitiert Heinz Unterkircher von Stans Englischkenntnissen. Wenn dem Geflüchteten ein Wort nicht auf Deutsch einfällt, sagt er es auf Englisch und der Geschäftsführer lernt etwas Neues dazu. Das gute Französisch des Nigerianers ist auch von Nutzen, da in Kamerun von Untroma produzierte Obsttrockenanlagen verwendet werden. Der Unternehmer hat deshalb vor, den Geflüchteten nach Afrika reisen zu lassen, damit dieser dort vor Ort bei Schwierigkeiten hilft: „Er kann die Sprache und kann den Frauen, die dort arbeiten, alles viel besser nahebringen. Wenn ich dort bin, gehe ich wieder und keine Mitarbeiterin hat mich verstanden“, so Heinz Unterkircher. „Bei Stan funktioniert es bis auf ein paar Kleinigkeiten“, fasst er zusammen.

Mit einem afghanischen Geflüchteten, den er ein Jahr lang beschäftigte, machte der Arbeitgeber weniger gute Erfahrungen: „Er war am Anfang sehr vielversprechend. Er hat an der Drehbank Schnecken für Nudelmaschinen gedreht. Das konnte er auch gut, aber er hat dann schnell die Lust verloren“, erzählt er. Grundsätzlich würde er trotzdem auch noch einen weiteren Geflüchteten beschäftigen. Allerdings ist dies momentan schwierig, da er zunächst einen Vorarbeiter finden müsse. Perspektiven bietet seine Firma genügend. Und neben Schwäbisch, Englisch und Französisch wird eine weitere Sprache im Allroundbetrieb bestimmt nur zu einer kleinen Herausforderung!Image attachmentImage attachment

4 Wochen vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Liebe Ebersbacher,

am 26. Mai stehen Kommunal- und Europawahlen an. Dabei wird in Ebersbach, wie alle 5 Jahre, auch ein neuer Gemeinderat gewählt, welcher die Geschicke und Entwicklung der Stadt lenken und damit auch unser aller Zusammenleben mitgestalten wird. Wir, die Flüchtlingshilfe Ebersbach, konnten durch die enge und im Kreis herausragenden Zusammenarbeit mit dem aktuellen Gemeinderat und der Rathausverwaltung, in den letzten Jahren unglaublich viel bewegen. Einen kleinen Teil davon berichten wir ja auch regelmäßig im Stadtblatt, auf Facebook und auf unserer Homepage. Den weitaus größere Teil „machen“ wir einfach so, ohne Bilder und ohne Berichte darüber zu schreiben.

Die Flüchtlinge/Geflüchteten/Neubürger, oder wie auch immer Sie sie nennen wollen, fühlen sich in Ebersbach wohl und willkommen. Seit langem haben sie plötzlich wieder eine Perspektive, die wir Ehren- und Hauptamtlichen im Rathaus mit ihnen zusammen schaffen. Es ist keine einfache und auch nicht wenig Arbeit, sicher auch nicht immer frustfrei, aber es funktioniert und trägt Früchte. Das belegen z.B. die aktuellen Zahlen der Flüchtlinge in Arbeit/Ausbildung/Studium oder auch die Kriminalitätsrate in Ebersbach.

Für viele hört sich das jetzt vielleicht ganz „nett“ an, ein weiterer schöner Beitrag „Pro Flüchtlinge“, aber dahinter steckt weitaus mehr!

Menschen mit Perspektive integrieren sich schneller, lernen schneller unsere Sprache und finden auch einfacher ein Arbeitsstelle, zahlen damit auch Steuern. Menschen mit Perspektive werden seltener krank und belasten weniger das Gesundheitssystem, sie rutschen seltener in Drogenabhängigkeiten oder Kriminalität ab. Menschen mit Perspektive können wieder Vertrauen in andere aufbauen und in eine für sie neue Gesellschaft und Kultur, ohne Parallelgesellschaften zu gründen. Menschen mit Perspektive können ihren Kindern vorleben wie man erfolgreich ist und diese dabei unterstützen ihren Weg ebenfalls erfolgreich zu gehen.

All dies wird auch in Zukunft dazu führen, dass wir in Ebersbach problemlos ZUSAMMENleben können. Und genau dafür arbeiten wir in der Flüchtlingshilfe Ebersbach!

Liebe Ebersbacher, diese Menschen sind hier, das mag man gut und okay finden oder auch nicht. Beides hat seine Berechtigung. Sehr viele dieser Menschen werden auch hier bleiben, auch wenn die Politik versucht Abschiebungen und gesetzliche Härte medial zu pushen. Eine Abschiebung ist und bleibt eine sehr schwierige Sache, zudem wird die Situation in den meisten Herkunftsändern sich kurz- oder mittelfristig ebenfalls nicht signifikant verbessern. Folglich werden wir auch weiterhin mit diesen Menschen unsere Stadt teilen müssen.

Für unsere Arbeit ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein auf Fakten basierter Diskurs wichtig, auch mit dem neue gewählten Gemeinderat. Helfen Sie uns die Situation weiterhin zum Wohle ALLER zu gestalten und setzen Sie denen ein Zeichen, die versuchen durch Hetze und Schüren von Ängsten Wählerstimmen auf ihre Seite zu ziehen. Eine Gesellschaft lässt sich auch durch Hetze und Populismus ändern, Herausforderungen meistern kann damit allerdings nicht. Mauern und Gräben, das konnten wir mehrmals in den letzten 100 Jahren sehen, werden uns in Ebersbach und auch in Europa nicht helfen.

Animieren Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte wählen zu gehen. Teilen Sie diesen/unsere Beiträge auf Facebook und im Internet, reden Sie darüber! Es ist unsere Heimat, lassen Sie sie uns zum Guten gestalten!

Im Namen aller unserer ehrenamtlichen Helfer
Kevin Reyer

Leitender Koordinator
Flüchtlingshilfe Ebersbach

#teilen #liken #weitersagen #EbersbachIstBunt #Wahl2019
... Weiter...Weniger anzeigen.

Liebe Ebersbacher,

am 26. Mai stehen Kommunal- und Europawahlen an. Dabei wird in Ebersbach, wie alle 5 Jahre, auch ein neuer Gemeinderat gewählt, welcher die Geschicke und Entwicklung der Stadt lenken und damit auch unser aller Zusammenleben mitgestalten wird. Wir, die Flüchtlingshilfe Ebersbach, konnten durch die enge und im Kreis herausragenden Zusammenarbeit mit dem aktuellen Gemeinderat und der Rathausverwaltung, in den letzten Jahren unglaublich viel bewegen. Einen kleinen Teil davon berichten wir ja auch regelmäßig im Stadtblatt, auf Facebook und auf unserer Homepage. Den weitaus größere Teil „machen“ wir einfach so, ohne Bilder und ohne Berichte darüber zu schreiben. 

Die Flüchtlinge/Geflüchteten/Neubürger, oder wie auch immer Sie sie nennen wollen, fühlen sich in Ebersbach wohl und willkommen. Seit langem haben sie plötzlich wieder eine Perspektive, die wir Ehren- und Hauptamtlichen im Rathaus mit ihnen zusammen schaffen. Es ist keine einfache und auch nicht wenig Arbeit, sicher auch nicht immer frustfrei, aber es funktioniert und trägt Früchte. Das belegen z.B. die aktuellen Zahlen der Flüchtlinge in Arbeit/Ausbildung/Studium oder auch die Kriminalitätsrate in Ebersbach.

Für viele hört sich das jetzt vielleicht ganz „nett“ an, ein weiterer schöner Beitrag „Pro Flüchtlinge“, aber dahinter steckt weitaus mehr!

Menschen mit Perspektive integrieren sich schneller, lernen schneller unsere Sprache und finden auch einfacher ein Arbeitsstelle, zahlen damit auch Steuern. Menschen mit Perspektive werden seltener krank und belasten weniger das Gesundheitssystem, sie rutschen seltener in Drogenabhängigkeiten oder Kriminalität ab. Menschen mit Perspektive können wieder Vertrauen in andere aufbauen und in eine für sie neue Gesellschaft und Kultur, ohne Parallelgesellschaften zu gründen. Menschen mit Perspektive können ihren Kindern vorleben wie man erfolgreich ist und diese dabei unterstützen ihren Weg ebenfalls erfolgreich zu gehen. 

All dies wird auch in Zukunft dazu führen, dass wir in Ebersbach problemlos ZUSAMMENleben können. Und genau dafür arbeiten wir in der Flüchtlingshilfe Ebersbach!

Liebe Ebersbacher, diese Menschen sind hier, das mag man gut und okay finden oder auch nicht. Beides hat seine Berechtigung. Sehr viele dieser Menschen werden auch hier bleiben, auch wenn die Politik versucht Abschiebungen und gesetzliche Härte medial zu pushen. Eine Abschiebung ist und bleibt eine sehr schwierige Sache, zudem wird die Situation in den meisten Herkunftsändern sich kurz- oder mittelfristig ebenfalls nicht signifikant verbessern. Folglich werden wir auch weiterhin mit diesen Menschen unsere Stadt teilen müssen.

Für unsere Arbeit ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein auf Fakten basierter Diskurs wichtig, auch mit dem neue gewählten Gemeinderat. Helfen Sie uns die Situation weiterhin zum Wohle ALLER zu gestalten und setzen Sie denen ein Zeichen, die versuchen durch Hetze und Schüren von Ängsten Wählerstimmen auf ihre Seite zu ziehen. Eine Gesellschaft lässt sich auch durch Hetze und Populismus ändern, Herausforderungen meistern kann damit allerdings nicht. Mauern und Gräben, das konnten wir mehrmals in den letzten 100 Jahren sehen, werden uns in Ebersbach und auch in Europa nicht helfen. 

Animieren Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte wählen zu gehen. Teilen Sie diesen/unsere Beiträge auf Facebook und im Internet, reden Sie darüber! Es ist unsere Heimat, lassen Sie sie uns zum Guten gestalten!

Im Namen aller unserer ehrenamtlichen Helfer
Kevin Reyer

Leitender Koordinator
Flüchtlingshilfe Ebersbach

#teilen #liken #weitersagen #EbersbachIstBunt #Wahl2019

Kommentare auf Facebook

Als Ich & meine Frau seit nunmehr 2 Jahren auch Ebersbach Bürger geworden sind und uns hier am cityufer eine Wohnung geleistet haben ist uns das gute Zusammenleben der verschiedenen Kulturen gleich aufgefallen was uns sehr beeindruckt da dieses nicht alltäglich und überall so gut funktioniert. Da wir uns dann auch dazu entschlossen haben für den Gemeinderat zu kandidieren um das miteinander aller Bürger zu unterstützen und auch zu fördern. Das gute miteinander von den ebersbachern aller Nationalitäten ist beispielhaft und kann man nur lobend erwähnen. Bei der Stadt Gestaltung und diversen anderen knackpunkten in Ebersbach muss man natürlich noch einiges ändern zum Wohle aller Ebersbacher um auch für kommende Generationen Ebersbach noch attraktiver zu machen....

macht weiter so👍❤️👍 auf unserer Seite buntES geteilt ✌️

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns
INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Du kriegst von mir alles, was du brauchst, aber ich muss sehen, dass es funktioniert.“

Bernd Koch Gipser & Stuckateur zu seinem Azubi aus Afghanistan.

Koch Gipser & Stuckateurbetrieb ist ein über 50 Jahre altes Unternehmen aus Plochingen, das der heutige Leiter Bernd Koch von seinem Vater übernahm. Als klassischer Stuckateurbetrieb ist Bernd Koch mit seinem Team für den Verputz von Hauswänden im Innen- und Außenbereich zuständig sowie für die Wärmedämmung von Gebäuden und die Herstellung und Verarbeitung von Stuck. Vorwiegend ist die Firma im Sanierungsbereich tätig.
„Wir bilden schon immer aus“, erzählt Bernd Koch über seine Firma. Ali H., ein junger Mann aus Afghanistan, wohnt nun in Ebersbach und begann seine Lehre bei Koch am ersten September 2018. Sein Betreuer aus den Reihen der Flüchtlingshilfe Ebersbach gehört zur Kundschaft der Firma und setzte sich für den Ausbildungsplatz ein: „Er ist durch einen Kunden von mir bei uns hineingekommen. Dieser hat ihn mir vorgestellt und gefragt, ob wir es probieren möchten. Das war für ihn gewissermaßen die Eintrittskarte“, so Bernd Koch. Da im Handwerksbereich die Auszubildenden momentan rar sind und der Unternehmer bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der Arbeit geflüchteter Kosovo-Albanern gesammelt hatte, war Bernd Koch gegenüber der Beschäftigung eines geflüchteten Menschen positiv eingestellt. Das war kein Fehler, denn Ali ist in den praktischen Tätigkeiten eines Stuckateurs sehr begabt. Das zeigen auch die Noten des Praxisunterrichts der Berufsschule: „Da bringt er Einser und Zweier mit. Fingerfertig und handwerklich geeignet ist er“, berichtet Bernd Koch, „aber an Klassenarbeiten merkt man, dass er die Fragen noch nicht richtig versteht.“
Obwohl Ali bei Koch vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum und eine sechsmonatige Einstiegsqualifizierung mit begleitendem Sprachunterricht absolviert hat, seien
Sprache und speziell Fachbegriffe ein Problem. „Es ist so, dass man zu viel fordert“, meint Bernd Koch. Die Sprachkurse seien eine gute Idee, aber einige Menschen würden dabei an ihre Grenzen stoßen und seien dann frustriert.

Abgesehen von der Sprache sei es zu einer weiteren Schwierigkeit gekommen, da Ali einen Teil seines Ausbildungsgehaltes an seine Familie in Afghanistan abgibt und dadurch für sich selbst nicht mehr genug Geld hatte. Der Unternehmer kann das zwar gut nachvollziehen, allerdings musste er dem jungen Mann, nachdem dieser um einen Vorschuss gebeten hatte, etwas verständlich machen: „Daran bist du mitverantwortlich. An dir liegt es. Du kriegst von mir alles, was du brauchst, aber ich muss sehen, dass es funktioniert. Du musst hier erst einmal ankommen und dir dein Standbein aufbauen.“ Bernd Koch möchte, dass sein Auszubildender seine Fähigkeiten als Stuckateur und seinen Willen, sich zu integrieren, unter Beweis stellt. „Jetzt sind wir aber noch am Anfang. Bis jetzt kommt er pünktlich. Er bleibt bei der Stange. Ich habe das Gefühl, dass er sich Mühe gibt“, berichtet der Arbeitgeber über seinen Azubi aus Ebersbach.
... Weiter...Weniger anzeigen.

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns
INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Du kriegst von mir alles, was du brauchst, aber ich muss sehen, dass es funktioniert.“

Bernd Koch Gipser & Stuckateur zu seinem Azubi aus Afghanistan. 

Koch Gipser & Stuckateurbetrieb ist ein über 50 Jahre altes Unternehmen aus Plochingen, das der heutige Leiter Bernd Koch von seinem Vater übernahm. Als klassischer Stuckateurbetrieb ist Bernd Koch mit seinem Team für den Verputz von Hauswänden im Innen- und Außenbereich zuständig sowie für  die Wärmedämmung von Gebäuden und die Herstellung und Verarbeitung von Stuck. Vorwiegend ist die Firma im Sanierungsbereich tätig. 
„Wir bilden schon immer aus“, erzählt Bernd Koch über seine Firma. Ali H., ein junger Mann aus Afghanistan, wohnt nun in Ebersbach und begann seine Lehre bei Koch am ersten September 2018. Sein Betreuer aus den Reihen der Flüchtlingshilfe Ebersbach gehört zur Kundschaft der Firma und setzte sich für den Ausbildungsplatz ein: „Er ist durch einen Kunden von mir bei uns hineingekommen. Dieser hat ihn mir vorgestellt und gefragt, ob wir es probieren möchten. Das war für ihn gewissermaßen die Eintrittskarte“, so Bernd Koch. Da im Handwerksbereich die Auszubildenden momentan rar sind und der Unternehmer bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der Arbeit geflüchteter Kosovo-Albanern gesammelt hatte, war Bernd Koch gegenüber der Beschäftigung eines geflüchteten Menschen positiv eingestellt. Das war kein Fehler, denn Ali ist in den praktischen Tätigkeiten eines Stuckateurs sehr begabt. Das zeigen auch die Noten des Praxisunterrichts der Berufsschule: „Da bringt er Einser und Zweier mit. Fingerfertig und handwerklich geeignet ist er“, berichtet Bernd Koch, „aber an Klassenarbeiten merkt man, dass er die Fragen noch nicht richtig versteht.“ 
Obwohl Ali bei Koch vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum und eine sechsmonatige Einstiegsqualifizierung mit begleitendem Sprachunterricht absolviert hat, seien 
Sprache und speziell Fachbegriffe ein Problem. „Es ist so, dass man zu viel fordert“, meint Bernd Koch. Die Sprachkurse seien eine gute Idee, aber einige Menschen würden dabei an ihre Grenzen stoßen und seien dann frustriert. 

Abgesehen von der Sprache sei es zu einer weiteren Schwierigkeit gekommen, da Ali einen Teil seines Ausbildungsgehaltes an seine Familie in Afghanistan abgibt und dadurch für sich selbst nicht mehr genug Geld hatte. Der Unternehmer kann das zwar gut nachvollziehen, allerdings musste er dem jungen Mann, nachdem dieser um einen Vorschuss gebeten hatte, etwas verständlich machen: „Daran bist du mitverantwortlich. An dir liegt es. Du kriegst von mir alles, was du brauchst, aber ich muss sehen, dass es funktioniert. Du musst hier erst einmal ankommen und dir dein Standbein aufbauen.“ Bernd Koch möchte, dass sein Auszubildender seine Fähigkeiten als Stuckateur und seinen Willen, sich zu integrieren, unter Beweis stellt. „Jetzt sind wir aber noch am Anfang. Bis jetzt kommt er pünktlich. Er bleibt bei der Stange. Ich habe das Gefühl, dass er sich Mühe gibt“, berichtet der Arbeitgeber über seinen Azubi aus Ebersbach.Image attachmentImage attachment

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Erklärvideo zu den "kleinen Männern" - sehenswert!

#teilen #liken #weitersagen #Wahl2019Populism is a word that is often used connection with politicians and political currents. Populists usually try to dramatize problems to win popular support....
... Weiter...Weniger anzeigen.

Video image

Kommentare auf Facebook

LÜGENPRESSE! LÜGENPRESSE!

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION. MIT. ARBEIT

„Man sollte es auf jeden Fall versuchen, es funktioniert und es ist auch ein gewisser Spaß dabei!“
Die Firma Kanzleiter Kunststoffe beschäftigt zwei geflüchtete Ebersbacher Neu-Bürger.

Gerd Kanzleiter ist seit 1986 Geschäftsführer der Kanzleiter Kunststoffe GmbH, die 1961 von seinem Vater in Ebersbach an der Fils gegründet wurde. Das Leistungsspektrum des Dienstleistungsbetriebs reicht von der Herstellung von Funktionsteilen für Elektrogeräte, über Halterungen von Gepäckraumabdeckungen von Fahrzeugen, bis hin zu Teigschabern und vielem mehr.

Die Produktpalette der Fabrik umfasst demnach ein breites Feld. Das Prinzip dieser Vielfalt zeigt sich allerdings nicht nur an den Kunststoffprodukten, sondern auch an den Mitarbeitern von Gerd Kanzleiter. Dieser beschäftigt seit Sommer 2018 zwei geflüchtete Männer in Vollzeit: Apti T., welcher aus Tschetschenien kommt sowie Andy E. aus Nigeria. Ehrenamtliche Paten halfen bei der Bewerbung und der Geschäftsführer gab den Geflüchteten eine Chance, da er zu dieser Zeit Arbeitnehmer suchte. Bedenken hatte Kanzleiter vor deren Einstellung keine. Für Ihn gilt: Toleranz fängt im Kopf an. Bürokratische Schwierigkeiten hätte es nur wenige gegeben: „Das mit den Arbeitsgenehmigungen ist bei uns schwierig, aber da kann man als Unternehmer nichts ändern. Ich denke, wenn jemand eine Arbeit hat, wird er zukünftig leichter eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, als jemand der nichts tut. Die Bürokratie hält sich aber in Grenzen und es gibt die Unterstützung einer Flüchtlingshelferin.“ Problematisch war lediglich zunächst die Verständigung: „Wir hatten und haben eine kleine Sprachbarriere. Man muss es langsam und eindringlich erklären und dann funktioniert das auch“, berichtet der Unternehmer. Inzwischen erledigen die Männer ihre Arbeit ohne große Probleme. Sie kontrollieren gewissenhaft die Qualität der Kunststoffteile in der Produktion, sind pünktlich und haben ein normales Krankheitsverhalten. Andy, der noch im Begriff ist, Deutsch zu lernen, spricht hervorragend Englisch und Apti kann seine Defizite im Lesen durch ein gutes Erinnerungsvermögen und eine sehr gute visuelle Wahrnehmung ausgleichen. „Wenn man ihm aufmalt, wie etwas aussehen muss, dann kann er es weitertransferieren“, so Kanzleiter. Im Team sind die Männer voll akzeptiert und integriert. Mit gerade einmal 12 Mitarbeitern ist die Kanzleiter Kunststoffe GmbH ein relativ kleines, familiäres Unternehmen, in welchem sich alle Kollegen kennen. Von der Lebenserfahrung der Geflüchteten können auch die deutschstämmigen Mitarbeiter etwas lernen. Gerd Kanzleiter würde geflüchtete Menschen auch in Zukunft wieder einstellen. Sein Tipp für andere Arbeitgeber ist: „Man sollte es auf jeden Fall versuchen, es funktioniert und es ist auch ein gewisser Spaß dabei!“
... Weiter...Weniger anzeigen.

#folgtUns #empfehltUns #teilt #unterstütztUns

INTEGRATION. MIT. ARBEIT

„Man sollte es auf jeden Fall versuchen, es funktioniert und es ist auch ein gewisser Spaß dabei!“
Die Firma Kanzleiter Kunststoffe beschäftigt zwei geflüchtete Ebersbacher Neu-Bürger.

Gerd Kanzleiter ist seit 1986 Geschäftsführer der Kanzleiter Kunststoffe GmbH, die 1961 von seinem Vater in Ebersbach an der Fils gegründet wurde. Das Leistungsspektrum des Dienstleistungsbetriebs reicht von der Herstellung von Funktionsteilen für Elektrogeräte, über Halterungen von Gepäckraumabdeckungen von Fahrzeugen, bis hin zu Teigschabern und vielem mehr. 

Die Produktpalette der Fabrik umfasst demnach ein breites Feld. Das Prinzip dieser Vielfalt zeigt sich allerdings nicht nur an den Kunststoffprodukten, sondern auch an den Mitarbeitern von Gerd Kanzleiter. Dieser beschäftigt seit Sommer 2018 zwei geflüchtete Männer in Vollzeit: Apti T., welcher aus Tschetschenien kommt sowie Andy E. aus Nigeria. Ehrenamtliche Paten halfen bei der Bewerbung und der Geschäftsführer gab den Geflüchteten eine Chance, da er zu dieser Zeit Arbeitnehmer suchte. Bedenken hatte Kanzleiter vor deren Einstellung keine. Für Ihn gilt: Toleranz fängt im Kopf an. Bürokratische Schwierigkeiten hätte es nur wenige gegeben: „Das mit den Arbeitsgenehmigungen ist bei uns schwierig, aber da kann man als Unternehmer nichts ändern. Ich denke, wenn jemand eine Arbeit hat, wird er zukünftig leichter eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, als jemand der nichts tut. Die Bürokratie hält sich aber in Grenzen und es gibt die Unterstützung einer Flüchtlingshelferin.“ Problematisch war lediglich zunächst die Verständigung: „Wir hatten und haben eine kleine Sprachbarriere. Man muss es langsam und eindringlich erklären und dann funktioniert das auch“, berichtet der Unternehmer. Inzwischen erledigen die Männer ihre Arbeit ohne große Probleme. Sie kontrollieren gewissenhaft die Qualität der Kunststoffteile in der Produktion, sind pünktlich und haben ein normales Krankheitsverhalten. Andy, der noch im Begriff ist, Deutsch zu lernen, spricht hervorragend Englisch und Apti kann seine Defizite im Lesen durch ein gutes Erinnerungsvermögen und eine sehr gute visuelle Wahrnehmung ausgleichen. „Wenn man ihm aufmalt, wie etwas aussehen muss, dann kann er es weitertransferieren“, so Kanzleiter. Im Team sind die Männer voll akzeptiert und integriert. Mit gerade einmal 12 Mitarbeitern ist die Kanzleiter Kunststoffe GmbH ein relativ kleines, familiäres Unternehmen, in welchem sich alle Kollegen kennen. Von der Lebenserfahrung der Geflüchteten können auch die deutschstämmigen Mitarbeiter etwas lernen. Gerd Kanzleiter würde geflüchtete Menschen auch in Zukunft wieder einstellen. Sein Tipp für andere Arbeitgeber ist: „Man sollte es auf jeden Fall versuchen, es funktioniert und es ist auch ein gewisser Spaß dabei!“Image attachmentImage attachment

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Bezahlbare kleine 1- 2 Zimmerwohnung gesucht!

Mein Name ist Firas Almasre, geboren am 01.01.1993 und ich bin 2016 aus Syrien gekommen. Derzeit lebe ich mit meiner Familie in Ebersbach. Wir sind alle anerkannte Flüchtlinge.

Zurzeit mache ich einen B2-Sprachkurs. Auch besitze ich seit 2017 den Führerschein. Seit August 2017 habe ich einen 30 Stunden Teilzeitjob bei der Bäckerei Rau in Rosswälden. Die Arbeit bei der Bäckerei gefällt mir sehr gut. Aus diesem Grund beginne ich im September dort meine Ausbildung zum Bäcker. Zu meinen Hobbies zählen Fußball und Fitness.
... Weiter...Weniger anzeigen.

Bezahlbare kleine 1- 2 Zimmerwohnung gesucht!

Mein Name ist Firas Almasre, geboren am 01.01.1993 und ich bin 2016 aus Syrien gekommen. Derzeit lebe ich mit meiner Familie in Ebersbach. Wir sind alle anerkannte Flüchtlinge. 

Zurzeit mache ich einen B2-Sprachkurs. Auch besitze ich seit 2017 den Führerschein. Seit August 2017 habe ich einen 30 Stunden Teilzeitjob bei der Bäckerei Rau in Rosswälden.  Die Arbeit bei der Bäckerei gefällt mir sehr gut. Aus diesem Grund beginne ich im September dort meine Ausbildung zum Bäcker. Zu meinen Hobbies zählen Fußball und Fitness.

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Rückblick auf das Café Asyl im April

Wie stolz sind doch die beiden Jungs auf den Bildern , die jetzt schon selbst ihren Namen auf das Klebeband schreiben können. So können es alle Café- Besucher lesen, wie sie heißen. Auch alle anderen Gäste bekleben sich am Willkommenstisch mit ihrem Namen: Adison, Mohammad, Adam, Eva, Daniel, Sidonia, Binash, , Blessing, Joachim, Firas, Ilse, Amani, Maria, Marijam, Subhi , Shireen, Maxamed und viele andere Namen. Eine bunte Mischung, so bunt eben , wie die Menschen aus verschiedenen Ländern, unterschiedlichen Kulturen und Religionen, alleine oder mit der Familie beim Café Asyl im evangelischen Gemeindezentrum harmonisch zusammensitzen und sich wohlfühlen können.
„Einer lebt, wenn sein Name genannt wird.“ Ein schönes Sprichwort aus Ägypten. Ein weiser Satz. Jeder Mensch, ob groß oder klein, ob arm oder reich, ob jung oder alt, ob krank oder gesund, ob fremd oder bekannt, ist ein einmaliges und kostbares Individuum mit einem Namen , das ein glückliches Leben sucht. Vielleicht können wir uns alle dabei gegenseitig mit all unseren Stärken und Schwächen entsprechend behandeln, unterstützen und auch helfen lassen. Ganz konkret im Alltag oder vielleicht auch im Café Asyl.
Herzlichen Dank allen, die wieder zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben. Herzlichen Dank auch an Familie Keyl vom Rauhwiesenhof in Roßwälden, die auch dieses Jahr wieder bunte Ostereier zum Befüllen der gebastelten Osternester gespendet hat!

Vorankündigung:
Vom 5. Mai bis 4. Juni begehen die Muslime ihren Fastenmonat Ramadan. Als Zeichen dafür, dass in unserer Stadt Menschen verschiedener Religionen gut zusammenleben können, laden wir im Mai nicht zum Café Asyl ins evang. Gemeindezentrum ein, sondern stattdessen gemeinsam mit der islamischen Gemeinde der DITIB Mevlana Moschee am Abend des 9. Mai zum Iftar- Essen, dem abendlichen Fastenbrechen, in die Moschee in der Brückenstraße 5. Sich begegnen, sich füreinander interessieren, einander verstehen lernen sind die ersten Schritte, um Vorurteile zu überwinden und friedlich miteinander zu leben.

Für das Café Asyl- Team
Elfriede Kohnke
... Weiter...Weniger anzeigen.

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Osterbasteln mit unserem Kinder- und Jugendteam im D2

Am Montag war es wieder soweit, das Team mit den mit Abstand meistens Fans, hat sich zum Osterbasteln in unseren Bastel-/Büro-/Schulungsräumlichkeiten in der Daimlerstr. getroffen.

Gebastelt wurden diesmal Ostermobile und wie eigentlich immer gab es noch Selbstgebackanes von Ilse - heute in Form von leckeren Osterhäschen.

Schön wars!
... Weiter...Weniger anzeigen.

1 Monat vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Ashab stellt jede schwäbische Hausfrau beim Spätzleschaben in den Schatten!“
Koch-Azubi aus Tschetschenien im Restaurant „Zum Bäckerhaus“ in Roßwälden.

Das Roßwäldener Traditionslokal „Zum Bäckerhaus“ gilt als beliebter Dorftreffpunkt, in dem häufig Familienfeste und Geburtstage gefeiert werden. Der Familienbetrieb in der sechsten Generation bietet eine abwechslungsreiche schwäbische Küche sowie regionale Klassiker an. Der Gastronom Joachim Speißer teilt sich die Unternehmensleitung mit seiner Frau Priska Speißer und seinem Schwager Markus Eberhardinger.

Die Zum Bäckerhaus GmbH beschäftigt seit Anfang letzten Jahres Ashab T., einen geflüchteten jungen Mann aus Tschetschenien. Nachdem dieser ein Praktikum in der Gaststätte absolviert hatte, waren sich beide Seiten sicher, dass eine Ausbildung zum Koch die richtige Berufswahl ist. Andere Bewerber gab es zu dem Zeitpunkt keine: „Die Gastronomie ist nicht die allereinfachste Branche. Auch nicht wenn man Personal oder Auszubildende sucht – Wegen der Verdienstmöglichkeiten und der Arbeitszeiten“, so Joachim Speißer. In der Gastronomie gilt: Es ist genug für alle da – Sowohl Arbeit als auch Essen!

Bevor Ashab die Ausbildung antreten konnte, mussten zunächst bürokratische Hürden überwunden werden, da dieser zwar schon fünf Jahre in Deutschland lebt, sein Asylverfahren aber noch nicht beendet ist. „Dann ging es los mit dem Status – Der war zu diesem Zeitpunkt ungeklärt. Es war nicht klar ob er mit Familie wieder ausreisen muss.“ Obwohl es bekannt ist, dass in Tschetschenien Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung stehen, erhalten nur sehr wenige tschetschenische Geflüchtete einen Flüchtlingsstatus oder sind asylberechtigt. Von Planungssicherheit war in diesem Fall nicht zu sprechen: „Das sind alles Risiken, die man nicht einzugehen braucht, wenn man keinen Geflüchteten einstellt. Und da müsste man unterstützen. Man müsste klarere Aussagen von den Behörden haben“, berichtet Herr Speißer. Trotz Unterstützung ehren- und hauptamtlicher Helfer gab es anfangs keine Gewähr für ein realisierbares Arbeitsverhältnis. Ab dem Zeitpunkt, an welchem Ashab die Erlaubnis für eine Ausbildung von der Ausländerbehörde Göppingen bekam, gab es keine großen Schwierigkeiten mehr. Er ist sehr interessiert, besitzt eine gute Arbeitseinstellung und besucht nebenher eine Sprachschule. Seine Deutschkenntnisse würden laut Koch und Ausbilder Markus Eberhardinger jeden Tag besser werden. An Kochkünsten scheint es ihm außerdem nicht zu mangeln: „Ashab stellt jede schwäbische Hausfrau beim Spätzleschaben in den Schatten!“, schmunzelt Markus Eberhardinger. Gerade sei der Auszubildende noch im Begriff, die schwäbische Regionalküche kennenzulernen, aber vielleicht würde es irgendwann im Bäckerhaus eine tschetschenische Woche geben: „Tschetschenenbesen“, benennt Markus Eberhardinger diese scherzhaft. Einschränkungen aufgrund religiöser Gründe, wie zum Beispiel die Ablehnung der Verarbeitung von Schweinefleisch, gab es gemäß Joachim Speißer keine. Sein Azubi verarbeitet das Schweinefleisch, gegessen wird es von ihm allerdings nicht. Selbst wenn es ein Thema gewesen wäre, würden alle Mitarbeiter damit zurechtkommen: „Das sind Probleme, wenn man diese adressiert, kann man damit umgehen. Jeder hat irgendwo eine Einschränkung“, stellt Herr Speißer klar. Im Bäckerhaus-Team sei Ashab gut integriert und würde keine Sonderbehandlung bekommen. In Zukunft wird Joachim Speißer bei Arbeitskräftebedarf gerne erneut einen Geflüchteten einstellen. Für ihn ist nicht der Status des Arbeitnehmers entscheidend, sondern die Arbeitseinstellung: „Wie viele Vokale er im Namen hat, ist nicht entscheidend, sondern da gehören andere Dinge dazu: Interesse, Herz, Durchhaltevermögen!“
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Ashab stellt jede schwäbische Hausfrau beim Spätzleschaben in den Schatten!“
Koch-Azubi aus Tschetschenien im Restaurant „Zum Bäckerhaus“ in Roßwälden. 

Das Roßwäldener Traditionslokal „Zum Bäckerhaus“ gilt als beliebter Dorftreffpunkt, in dem häufig Familienfeste und Geburtstage gefeiert werden. Der Familienbetrieb in der sechsten Generation bietet eine abwechslungsreiche schwäbische Küche sowie regionale Klassiker an. Der Gastronom Joachim Speißer teilt sich die Unternehmensleitung mit seiner Frau Priska Speißer und seinem Schwager Markus Eberhardinger. 

Die Zum Bäckerhaus GmbH beschäftigt seit Anfang letzten Jahres Ashab T., einen geflüchteten jungen Mann aus Tschetschenien. Nachdem dieser ein Praktikum in der Gaststätte absolviert hatte, waren sich beide Seiten sicher, dass eine Ausbildung zum Koch die richtige Berufswahl ist. Andere Bewerber gab es zu dem Zeitpunkt keine: „Die Gastronomie ist nicht die allereinfachste Branche. Auch nicht wenn man Personal oder Auszubildende sucht – Wegen der Verdienstmöglichkeiten und der Arbeitszeiten“, so Joachim Speißer. In der Gastronomie gilt: Es ist genug für alle da – Sowohl Arbeit als auch Essen!

Bevor Ashab die Ausbildung antreten konnte, mussten zunächst bürokratische Hürden überwunden werden, da dieser zwar schon fünf Jahre in Deutschland lebt, sein Asylverfahren aber noch nicht beendet ist. „Dann ging es los mit dem Status – Der war zu diesem Zeitpunkt ungeklärt. Es war nicht klar ob er mit Familie wieder ausreisen muss.“ Obwohl es bekannt ist, dass in Tschetschenien Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung stehen, erhalten nur sehr wenige tschetschenische Geflüchtete einen Flüchtlingsstatus oder sind asylberechtigt. Von Planungssicherheit war in diesem Fall nicht zu sprechen: „Das sind alles Risiken, die man nicht einzugehen braucht, wenn man keinen Geflüchteten einstellt. Und da müsste man unterstützen. Man müsste klarere Aussagen von den Behörden haben“, berichtet Herr Speißer. Trotz Unterstützung ehren- und hauptamtlicher Helfer gab es anfangs keine Gewähr für ein realisierbares Arbeitsverhältnis. Ab dem Zeitpunkt, an welchem Ashab die Erlaubnis für eine Ausbildung von der Ausländerbehörde Göppingen bekam, gab es keine großen Schwierigkeiten mehr. Er ist sehr interessiert, besitzt eine gute Arbeitseinstellung und besucht nebenher eine Sprachschule. Seine Deutschkenntnisse würden laut Koch und Ausbilder Markus Eberhardinger jeden Tag besser werden. An Kochkünsten scheint es ihm außerdem nicht zu mangeln: „Ashab stellt jede schwäbische Hausfrau beim Spätzleschaben in den Schatten!“, schmunzelt Markus Eberhardinger. Gerade sei der Auszubildende noch im Begriff, die schwäbische Regionalküche kennenzulernen, aber vielleicht würde es irgendwann im Bäckerhaus eine tschetschenische Woche geben: „Tschetschenenbesen“, benennt Markus Eberhardinger diese scherzhaft. Einschränkungen aufgrund religiöser Gründe, wie zum Beispiel die Ablehnung der Verarbeitung von Schweinefleisch, gab es gemäß Joachim Speißer keine. Sein Azubi verarbeitet das Schweinefleisch, gegessen wird es von ihm allerdings nicht. Selbst wenn es ein Thema gewesen wäre, würden alle Mitarbeiter damit zurechtkommen: „Das sind Probleme, wenn man diese adressiert, kann man damit umgehen. Jeder hat irgendwo eine Einschränkung“, stellt Herr Speißer klar. Im Bäckerhaus-Team sei Ashab gut integriert und würde keine Sonderbehandlung bekommen. In Zukunft wird Joachim Speißer bei Arbeitskräftebedarf gerne erneut einen Geflüchteten einstellen. Für ihn ist nicht der Status des Arbeitnehmers entscheidend, sondern die Arbeitseinstellung: „Wie viele Vokale er im Namen hat, ist nicht entscheidend, sondern da gehören andere Dinge dazu: Interesse, Herz, Durchhaltevermögen!“Image attachmentImage attachment

Kommentare auf Facebook

Ashab ist ein ganz liebenswerter Mensch. Mach weiter so in deinem Beruf. 👍🏻👌

Gefällt mir sehr.👍😀

Weiter viel Erfolg und Spaß 👍

Ein ganz lieber Kerl 😀

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Café Asyl
Morgen, Donnerstag 16Uhr, Zeppelinstr.38 ☕️➕🍰
Wir freuen uns!
... Weiter...Weniger anzeigen.

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Sachspenden für Flüchtlinge

Die Flüchtlingshilfe Ebersbach freut sich über die unterschiedlichsten Sachspenden für die Flüchtlinge, für die aktuell Bedarf besteht. Leider sind die Lagermöglichkeiten sehr begrenzt, so dass wir die Angebote nur bei entsprechendem Bedarf annehmen können. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir nur die untenstehenden gesuchten Dinge annehmen können.
Herzlichen Dank für alle Spenden!

AKTUELL WERDEN FOLGENDE SACHEN GESUCHT:
Es ist für uns hilfreich, wenn Sie von Möbelstücken, wenn möglich ein Foto an untenstehende Email- Adresse schicken. Vielen Dank!

- Waschbeckenunterschrank (Badezimmer)
- Spiegel- Hängeschrank (Badezimmer)
- Mikrowellengerät (klein)
- Flachbildfernsehgerät
- Gartengeräte, v.a. große Hacke, Rechen
- 3- rädriges Fahrrad für Erwachsenen
- leichte Küchenstühle ohne Polsterung
- Cityroller

- Kontakt: Email: sachspenden@fheb.de
Karin Bretz Elfriede Kohnke
Tel. 0177 8714 345 Tel. 07163- 8111
... Weiter...Weniger anzeigen.

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Für uns ist wichtig, dass jemand seinen Beruf gerne macht, dass er sich in unserem Familienbetrieb gut einfindet. Ob jemand schwarz, weiß oder gelb ist, ist uns vollkommen egal.“
Ein geflüchteter Syrer wird in der Bäckerei Rau ausgebildet.

In der Dorfmitte von Roßwälden, einem Stadtteil von Ebersbach an der Fils, befindet sich die über 150 Jahre alte Bäckerei Rau mit der zugehörigen Gaststätte, dem Bäckerhaus. Die Betriebe wurden bereits 1864 von Johann Georg Rau gegründet und sind heute immer noch im Besitz der Familie. Der Nachname Speißer liegt darin zugrunde, dass die Bäckerei Rau in den letzten Generationen von den weiblichen Nachkommen übernommen wurde und diese nach der Heirat den Familiennamen des Mannes annahmen: „Es ist oft bei Frauen weitergegangen. Bei mir, bei meiner Mutter und bei Christina ist es irgendwann wieder so. Das ist hier die Besonderheit “, erzählt Dorothea Speißer, die Inhaberin der Bäckerei.

Seit zwei Jahren beschäftigt die Bäckerei den geflüchteten jungen Mann Firas A. aus Syrien. Dieser begann nach einer Woche Probearbeit zunächst auf 450-Euro-Basis, arbeitete eine Zeit lang in Vollzeit und befindet sich im Moment lediglich samstags im Betrieb, da er sich unter der Woche in einem B2-Deutschkurs weiterbildet. Das sei zwar einerseits nicht ideal, andererseits sei das Lernen der deutschen Sprache langfristig gesehen nützlich für alle Beteiligten: „Nur das bringt ihn weiter. Das nimmt man in Kauf. Er ist sehr zuverlässig und hilfsbereit und wenn man ihn braucht, ist es kein Problem. Es ist nicht nur unser Nachteil, dass er jetzt einen Sprachkurs macht, sondern es ist wunderbar“, berichtigt Dorothea Speißer. „Letztes Jahr hatten wir einen langen Ausfall eines Arbeitsnehmers, da ist er morgens um 4 Uhr vertretungsweise gekommen und danach direkt in den Sprachkurs gegangen. Das muss man erstmal schaffen – erst zu arbeiten und dann in die Schule zu gehen. Er hat uns nie im Stich gelassen“, fügte ihre Tochter Christina Speißer-Eberhardinger hinzu. Der Neu-Bürger Firas ist demnach sehr wichtig für das Bäckerei-Team geworden und bisher sind alle glücklich mit ihm: „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es läuft etwas schlecht. Er macht das, was man ihm sagt, er sieht viel und schaut es sich ab“, erzählt Dorothea Speißer. Dadurch sowie aufgrund des Deutschunterrichts hätte Firas gute Fortschritte gemacht: „Er hat sich super entwickelt. Auch die Fachausdrücke weiß er mittlerweile. Er gibt sich dabei große Mühe“, so die Unternehmerin. Dass ihr Mitarbeiter aus Syrien stammt, war für das Bäckerei-Team nie von großer Bedeutung: „Für uns ist wichtig, dass jemand seinen Beruf gerne macht, dass er sich in unserem Familienbetrieb gut einfindet. Ob jemand schwarz, weiß oder gelb ist, ist uns vollkommen egal“, schildert Christina Speißer-Eberhardinger. Es hätte zwar viel Zureden von ihr benötigt, aber Firas entschied sich letztendlich doch dafür, dass er eine Bäckerausbildung bei ihnen machen wird. Einerseits sei es wichtig für seine Zukunft und andererseits würde die Bäckerei schon lange nach einem Auszubildenden suchen. „Ich empfinde es so, dass die Flüchtlingswelle trotz allem eine positive Seite hat. Vor allem für uns als Handwerker, weil viele Deutsche keinen Handwerksberuf mehr ausüben möchten. Viele Geflüchtete wollen arbeiten und wir benötigen den Nachwuchs. Das ist perfekt für beide Seiten“, meint Christina Speißer-Eberhardinger. „Sonst gehen die kleinen Betriebe alle ein“, ergänzt ihre Mutter. Um Hemmungen allgemein abzubauen, seien geflüchtete Menschen in Arbeit schon ein großer Schritt: „Den Leuten mit Bedenken nimmt das die Angst. Dann sehen sie: Diese arbeiten auch und tun uns nichts. Es ist oft so: Syrer bleiben unter sich, Afrikaner bleiben unter sich, Deutsche bleiben unter sich. Diese Vermischung findet ganz selten statt, aber in Betrieben ist sie möglich“, so Frau Speißer-Eberhardinger.
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Für uns ist wichtig, dass jemand seinen Beruf gerne macht, dass er sich in unserem Familienbetrieb gut einfindet. Ob jemand schwarz, weiß oder gelb ist, ist uns vollkommen egal.“
Ein geflüchteter Syrer wird in der Bäckerei Rau ausgebildet. 

In der Dorfmitte von Roßwälden, einem Stadtteil von Ebersbach an der Fils, befindet sich die über 150 Jahre alte Bäckerei Rau mit der zugehörigen Gaststätte, dem Bäckerhaus. Die Betriebe wurden bereits 1864 von Johann Georg Rau gegründet und sind heute immer noch im Besitz der Familie. Der Nachname Speißer liegt darin zugrunde, dass die Bäckerei Rau in den letzten Generationen von den weiblichen Nachkommen übernommen wurde und diese nach der Heirat den Familiennamen des Mannes annahmen: „Es ist oft bei Frauen weitergegangen. Bei mir, bei meiner Mutter und bei Christina ist es irgendwann wieder so. Das ist hier die Besonderheit “, erzählt Dorothea Speißer, die Inhaberin der Bäckerei. 

Seit zwei Jahren beschäftigt die Bäckerei den geflüchteten jungen Mann Firas A. aus Syrien. Dieser begann nach einer Woche Probearbeit zunächst auf 450-Euro-Basis, arbeitete eine Zeit lang in Vollzeit und befindet sich im Moment lediglich samstags im Betrieb, da er sich unter der Woche in einem B2-Deutschkurs weiterbildet. Das sei zwar einerseits nicht ideal, andererseits sei das Lernen der deutschen Sprache langfristig gesehen nützlich für alle Beteiligten: „Nur das bringt ihn weiter. Das nimmt man in Kauf. Er ist sehr zuverlässig und hilfsbereit und wenn man ihn braucht, ist es kein Problem. Es ist nicht nur unser Nachteil, dass er jetzt einen Sprachkurs macht, sondern es ist wunderbar“, berichtigt Dorothea Speißer. „Letztes Jahr hatten wir einen langen Ausfall eines Arbeitsnehmers, da ist er morgens um 4 Uhr vertretungsweise gekommen und danach direkt in den Sprachkurs gegangen. Das muss man erstmal schaffen – erst zu arbeiten und dann in die Schule zu gehen. Er hat uns nie im Stich gelassen“, fügte ihre Tochter Christina Speißer-Eberhardinger hinzu. Der Neu-Bürger Firas ist demnach sehr wichtig für das Bäckerei-Team geworden und bisher sind alle glücklich mit ihm: „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es läuft etwas schlecht. Er macht das, was man ihm sagt, er sieht viel und schaut es sich ab“, erzählt Dorothea Speißer. Dadurch sowie aufgrund des Deutschunterrichts hätte Firas gute Fortschritte gemacht: „Er hat sich super entwickelt. Auch die Fachausdrücke weiß er mittlerweile. Er gibt sich dabei große Mühe“, so die Unternehmerin. Dass ihr Mitarbeiter aus Syrien stammt, war für das Bäckerei-Team nie von großer Bedeutung: „Für uns ist wichtig, dass jemand seinen Beruf gerne macht, dass er sich in unserem Familienbetrieb gut einfindet. Ob jemand schwarz, weiß oder gelb ist, ist uns vollkommen egal“, schildert Christina Speißer-Eberhardinger. Es hätte zwar viel Zureden von ihr benötigt, aber Firas entschied sich letztendlich doch dafür, dass er eine Bäckerausbildung bei ihnen machen wird. Einerseits sei es wichtig für seine Zukunft und andererseits würde die Bäckerei schon lange nach einem Auszubildenden suchen. „Ich empfinde es so, dass die Flüchtlingswelle trotz allem eine positive Seite hat. Vor allem für uns als Handwerker, weil viele Deutsche keinen Handwerksberuf mehr ausüben möchten. Viele Geflüchtete wollen arbeiten und wir benötigen den Nachwuchs. Das ist perfekt für beide Seiten“, meint Christina Speißer-Eberhardinger. „Sonst gehen die kleinen Betriebe alle ein“, ergänzt ihre Mutter. Um Hemmungen allgemein abzubauen, seien geflüchtete Menschen in Arbeit schon ein großer Schritt: „Den Leuten mit Bedenken nimmt das die Angst. Dann sehen sie: Diese arbeiten auch und tun uns nichts. Es ist oft so: Syrer bleiben unter sich, Afrikaner bleiben unter sich, Deutsche bleiben unter sich. Diese Vermischung findet ganz selten statt, aber in Betrieben ist sie möglich“, so Frau Speißer-Eberhardinger.Image attachmentImage attachment

Kommentare auf Facebook

Ich beglückwünsche alle Beteiligten😀vielleicht gibts auch mal was syrisches😆

beschdde Bäcker 😉

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

#LikeUs #UnterstützUns #FhEb #Ehrenamt #Ebersbach

Jeder "Like" unserer Seite oder einer unserer Posts erhöht unsere Reichweite und informiert daher umso mehr Menschen. Wir können so nicht nur Neuigkeiten über die FhEb verteilen, wir finden auch weitere Unterstützer, Sachspender auf unsere Aufrufe, Besucher unserer Veranstaltungen...

Dabei bilden wir einen Gegenpol zur Welle an Hassposts und dem Flüchtlings-Bashing lokaler und überregionaler Facebookseiten. Wir posten in regelmäßigen Abständen u.a. sachliche Infos über die Arbeit mit Ebersbachern Geflüchteten. Wir zeigen wo und warum wir bei der Integration in unsere Gesellschaft und in die Arbeitswelt hier in Ebersbach so erfolgreich sind.

Ihr könnt uns bei unserer Arbeit direkt unterstüzten ODER eben durch regelmäßige "Likes" und durch das Teilen unserer Beiträge.

Wenn Ihr unsere Beiträge lest und diese euch gefallen -> liked!

DANKE für Eure Unterstützung!

#wirsindmehr #Integration #wirschaffendas #refugeeswelcome
... Weiter...Weniger anzeigen.

#LikeUs #UnterstützUns #FhEb #Ehrenamt #Ebersbach

Jeder Like unserer Seite oder einer unserer Posts erhöht unsere Reichweite und informiert daher umso mehr Menschen. Wir können so nicht nur Neuigkeiten über die FhEb verteilen, wir finden auch weitere Unterstützer, Sachspender auf unsere Aufrufe, Besucher unserer Veranstaltungen... 

Dabei bilden wir einen Gegenpol zur Welle an Hassposts und dem Flüchtlings-Bashing lokaler und überregionaler Facebookseiten. Wir posten in regelmäßigen Abständen u.a. sachliche Infos über die Arbeit mit Ebersbachern Geflüchteten. Wir zeigen wo und warum wir bei der Integration in unsere Gesellschaft und in die Arbeitswelt hier in Ebersbach so erfolgreich sind.

Ihr könnt uns bei unserer Arbeit direkt unterstüzten ODER eben durch regelmäßige Likes und durch das Teilen unserer Beiträge.

Wenn Ihr unsere Beiträge lest und diese euch gefallen -> liked!

DANKE für Eure Unterstützung!

#wirsindmehr #Integration #wirschaffendas #refugeeswelcome

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Ostereier bemalen mit unseren Kids und dem Kinder- und Jugendteam. Ostern kann kommen! 😁 ... Weiter...Weniger anzeigen.

Kommentare auf Facebook

Aha so macht das

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

Sachspenden für Flüchtlinge

Die Flüchtlingshilfe Ebersbach freut sich über die unterschiedlichsten Sachspenden für die Flüchtlinge, für die aktuell Bedarf besteht. Leider sind die Lagermöglichkeiten sehr begrenzt, so dass wir die Angebote nur bei entsprechendem Bedarf annehmen können. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir nur die untenstehenden gesuchten Dinge annehmen können.
Herzlichen Dank für alle Spenden!

AKTUELL WERDEN FOLGENDE SACHEN GESUCHT:
Es ist für uns hilfreich, wenn Sie von Möbelstücken, wenn möglich ein Foto an untenstehende Email- Adresse schicken. Vielen Dank!

- Gartengeräte, v.a., große Hacke, Rechen
- 3- rädriges Fahrrad für Erwachsenen
- leichte Küchenstühle ohne Polsterung
- Cityroller

Kontakt: Email: sachspenden@fheb.de
Karin Bretz Elfriede Kohnke
Tel. 0177 8714 345 Tel. 07163- 8111
... Weiter...Weniger anzeigen.

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Er ist sehr pflegeleicht, interessiert, zuvorkommend und lernwillig. Genau das, was man von einem Azubi erwartet.“
Autohaus Kuhn und Azubi Mohammed aus Ebersbach.

Das Autohaus Kuhn gibt es seit 1906. In diesem Jahr gründete der aus der Schweiz stammende Emil Kuhn eine mechanische Werkstadt in Plochingen. Mit dem technischen Fortschritt spezialisierte er sich auf Motorfahrzeuge aller Art und 1934 wurde der Vertrag mit Opel abgeschlossen, welcher bis heute besteht. Das Familienunternehmen befindet sich bereits in der vierten Generation und ist im Besitz der Cousins Oliver und Florian Kuhn. Im Verkauf bietet das Autohaus Neu- und Gebrauchtfahrzeuge an. In der Werkstatt werden Reparaturen, Wartungen, Haupt- und Abgasuntersuchungen durchgeführt.
Oliver Kuhn ist als Leiter der Werkstatt zuständig für die Auszubildenden als Kfz-Mechatroniker, unter anderem für den irakischen Geflüchteten Mohammed S. aus Ebersbach. Da im Autohaus Kuhn mehrere Migranten arbeiten, hatte Oliver Kuhn damit nie ein Problem: „Es ist mir egal, welche Nationalität die Leute haben. Sie müssen hineinpassen und arbeiten können. Das ist das Wichtigste“, stellt der Geschäftsführer klar. Zunächst machte Mohammed ein sechswöchiges Praktikum, bei welchem er den Vorteil hatte, dass er bereits im Irak in der Autowerkstatt und dem Reifenhandel seines Vaters gearbeitet hatte. „Nachdem wir gemerkt haben, dass er gut arbeiten kann, haben wir geschaut, dass er eine Lehre bei uns anfangen kann“, berichtet Oliver Kuhn. Überraschenderweise gab es keine bürokratischen Schwierigkeiten: „Die Göppinger Ausländerbehörde wollte lediglich immer die Information, was er macht und wo er es macht. Dann haben sie alles relativ zügig in seine Ausweispapiere eingetragen.“ Insgesamt scheint Mohammed ein Vorzeigeauszubildender zu sein: „Es läuft alles gut mit ihm. Das ist das Schöne. Er ist sehr pflegeleicht, interessiert, zuvorkommend und lernwillig. Genau das, was man von einem Azubi erwartet. Der einzige Knackpunkt ist ab und zu die sprachliche Barriere, aber das kommt mit der Zeit“, erzählt der Autowerkstattleiter. Anfangs hätte sich der Geflüchtete hin und wieder nicht getraut nachzufragen, als er etwas nicht verstand, aber inzwischen habe er in dieser Hinsicht keine Hemmungen mehr. Deutsch und vor allem das Schreiben in der deutschen Sprache sei allerdings in der Berufsschule eine Herausforderung für den Iraker. Um sich darin zu verbessern und das B2 Sprachniveau zu erreichen, übt er abends und am Wochenende sehr intensiv. B2 ist die vierte von sechs Sprach-Kompetenzstufen entsprechend des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Wenn der Geflüchtete die Deutschprüfung bestanden hat, kann er komplexe und abstrakte Themen sowie Texte verstehen, Fachdiskussionen im Kfz-Bereich folgen, sich daran beteiligen, und sich fließend mit Muttersprachlern unterhalten. Oliver Kuhn ist insgesamt sehr zufrieden mit Mohammed. Speziell im Team sei er ein großer Gewinn: „Wenn irgendetwas ist, geht er sofort hin und schaut, ob er helfen kann“, so der Geschäftsführer. Bei Opel Kuhn ist die Integration eines geflüchteten jungen Mannes in die Arbeitswelt am Gelingen, denn dort drehen alle Mitarbeiter gemeinsam am Rad!
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

 „Er ist sehr pflegeleicht, interessiert, zuvorkommend und lernwillig. Genau das, was man von einem Azubi erwartet.“
Autohaus Kuhn und Azubi Mohammed aus Ebersbach. 

Das Autohaus Kuhn gibt es seit 1906. In diesem Jahr gründete der aus der Schweiz stammende Emil Kuhn eine mechanische Werkstadt in Plochingen. Mit dem technischen Fortschritt spezialisierte er sich auf Motorfahrzeuge aller Art und 1934 wurde der Vertrag mit Opel abgeschlossen, welcher bis heute besteht. Das Familienunternehmen befindet sich bereits in der vierten Generation und ist im Besitz der Cousins Oliver und Florian Kuhn. Im Verkauf bietet das Autohaus Neu- und Gebrauchtfahrzeuge an. In der Werkstatt werden Reparaturen, Wartungen, Haupt- und Abgasuntersuchungen durchgeführt. 
Oliver Kuhn ist als Leiter der Werkstatt zuständig für die Auszubildenden als Kfz-Mechatroniker, unter anderem für den irakischen Geflüchteten Mohammed S. aus Ebersbach. Da im Autohaus Kuhn mehrere Migranten arbeiten, hatte Oliver Kuhn damit nie ein Problem: „Es ist mir egal, welche Nationalität die Leute haben. Sie müssen hineinpassen und arbeiten können. Das ist das Wichtigste“, stellt der Geschäftsführer klar. Zunächst machte Mohammed ein sechswöchiges Praktikum, bei welchem er den Vorteil hatte, dass er bereits im Irak in der Autowerkstatt und dem Reifenhandel seines Vaters gearbeitet hatte. „Nachdem wir gemerkt haben, dass er gut arbeiten kann, haben wir geschaut, dass er eine Lehre bei uns anfangen kann“, berichtet Oliver Kuhn. Überraschenderweise gab es keine bürokratischen Schwierigkeiten: „Die Göppinger Ausländerbehörde wollte lediglich immer die Information, was er macht und wo er es macht. Dann haben sie alles relativ zügig in seine Ausweispapiere eingetragen.“ Insgesamt scheint Mohammed ein Vorzeigeauszubildender zu sein: „Es läuft alles gut mit ihm. Das ist das Schöne. Er ist sehr pflegeleicht, interessiert, zuvorkommend und lernwillig. Genau das, was man von einem Azubi erwartet. Der einzige Knackpunkt ist ab und zu die sprachliche Barriere, aber das kommt mit der Zeit“, erzählt der Autowerkstattleiter. Anfangs hätte sich der Geflüchtete hin und wieder nicht getraut nachzufragen, als er etwas nicht verstand, aber inzwischen habe er in dieser Hinsicht keine Hemmungen mehr. Deutsch und vor allem das Schreiben in der deutschen Sprache sei allerdings in der Berufsschule eine Herausforderung für den Iraker. Um sich darin zu verbessern und das B2 Sprachniveau zu erreichen, übt er abends und am Wochenende sehr intensiv. B2 ist die vierte von sechs Sprach-Kompetenzstufen entsprechend des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Wenn der Geflüchtete die Deutschprüfung bestanden hat, kann er komplexe und abstrakte Themen sowie Texte verstehen, Fachdiskussionen im Kfz-Bereich folgen, sich daran beteiligen, und sich fließend mit Muttersprachlern unterhalten. Oliver Kuhn ist insgesamt sehr zufrieden mit Mohammed. Speziell im Team sei er ein großer Gewinn: „Wenn irgendetwas ist, geht er sofort hin und schaut, ob er helfen kann“, so der Geschäftsführer. Bei Opel Kuhn ist die Integration eines geflüchteten jungen Mannes in die Arbeitswelt am Gelingen, denn dort drehen alle Mitarbeiter gemeinsam am Rad!Image attachment

Kommentare auf Facebook

Kann ich nur zustimmen

منور عمي محمد

Autohaus Kuhn

👍👍😉

Freut mich 😃

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Er würde sogar freiwillig sonntags kommen.“
Markus Föhl von Föhl Gerüstbau über seinen Mitarbeiter aus Gambia

„Die Tätigkeit ist vielfältig – das ist der große Vorteil.“, erzählt Markus Föhl, einer der Inhaber der Föhl Gerüstbau GbR, über seinen Beruf als Gerüstbauer. Mit seinem Bruder Thomas Föhl gründete er 1986 die Firma in Esslingen als Nebenerwerb. Vier Jahre später machten sie sich endgültig selbstständig und zogen 2010 an ihren heutigen Standort in Ebersbach an der Fils, an welchem sich Lagerfläche, Bürogebäude und LKW-Werkstatt befinden. Föhl Gerüstbau hat heute 30 Mitarbeiter und ist mit Modulgerüst, Fassadengerüst, Bauaufzügen und modernem Fuhrpark hervorragend für Baustellen aller Art und Größe ausgestattet. „Du bist fast jeden Tag an einem anderen Ort. Jede Tätigkeit ist anders – es gibt keine Monotonie, wie wenn du in einer Firma an einer Maschine jahrelang den gleichen Handgriff machst“, berichtet der Unternehmer.
Sein Team ist ebenfalls bunt gemischt und damit alles andere als langweilig. Im Unternehmen gilt: „Wir bringen Vielfalt an die Spitze!“ Viele Nationalitäten sind vertreten, unter anderem auch der in Ebersbach wohnende geflüchtete Neu-Bürger Mor N. aus Gambia. „Mit ihm bin ich sehr zufrieden. Er würde sogar freiwillig sonntags kommen“, scherzt Markus Föhl. Seit vier Jahren beschäftigt der Arbeitgeber von Zeit zu Zeit geflüchtete Menschen, die zum Großteil von ehrenamtlichen Helfern der Flüchtlingshilfe Ebersbach vermittelt wurden. Da der Arbeitsmarkt in der Baubranche immer knapper wird, waren Markus und Thomas Föhl von Anfang an offen für neue Möglichkeiten: „Man soll keine Vorurteile haben und unter den Flüchtlingen hat es viele fähige Handwerker“, stellt die Unternehmensleitung klar. Schwierigkeiten hätte es unter anderem aufgrund des fehlenden Verständnisses der Fachbegriffe gegeben: „Wenn der Vorarbeiter sagt, bring mir das und das Kleinteil und dann bringen sie das Falsche, dann steht der Vorarbeiter da und kann nicht weitermachen“, so Markus Föhl. Mor besitze aber inzwischen so viel Fachwissen, dass eine solche Situation nicht mehr vorkommen würde. Er erfülle die Erwartungen, sei immer pünktlich und gut im Team integriert: „Er ist beliebt, er ist lustig, er kommt mit jedem gut aus“, erzählt der Arbeitgeber. Mit anderen Geflüchteten hätte es allerdings nicht so reibungslos funktioniert. Einige musste er aufgrund von zu vielen Fehlzeiten entlassen und zwei Geflüchtete kündigen selbst, da sie gemerkt hätten, dass der Beruf nichts für sie sei. Sinnvoll sei immer ein Praktikum vor dem Einstieg in die Arbeit als Gerüstbauer: „Das ist auch nicht jedermanns Arbeit!“, weiß die Firmenleitung. Man müsse vor allem schwindelfrei und körperlich fit sein und auch bei schlechtem Wetter seine Arbeit im Freien leisten können und wollen.
Die negativen Erfahrungen schrecken den Gerüstbaumeister allerding nicht davor ab, in kommender Zeit erneut geflüchtete Menschen einzustellen. Dass sich unter diesen gute Arbeitskräfte befinden, sieht er jedenfalls an Mor. An dessen Lässigkeit könne man sich hierzulande etwas abschauen, meint der Unternehmer. In der Stuttgarter Umgebung seien die Leute sehr hektisch. Seine Empfehlung an andere Arbeitgeber: „Mut haben und die Beschäftigung von Geflüchteten einfach ausprobieren.“
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Er würde sogar freiwillig sonntags kommen.“
Markus Föhl von Föhl Gerüstbau über seinen Mitarbeiter aus Gambia

„Die Tätigkeit ist vielfältig – das ist der große Vorteil.“, erzählt Markus Föhl, einer der Inhaber der Föhl Gerüstbau GbR, über seinen Beruf als Gerüstbauer. Mit seinem Bruder Thomas Föhl gründete er 1986 die Firma in Esslingen als Nebenerwerb. Vier Jahre später machten sie sich endgültig selbstständig und zogen 2010 an ihren heutigen Standort in Ebersbach an der Fils, an welchem sich Lagerfläche, Bürogebäude und LKW-Werkstatt befinden. Föhl Gerüstbau hat heute 30 Mitarbeiter und ist mit Modulgerüst, Fassadengerüst, Bauaufzügen und modernem Fuhrpark hervorragend für Baustellen aller Art und Größe ausgestattet. „Du bist fast jeden Tag an einem anderen Ort. Jede Tätigkeit ist anders – es gibt keine Monotonie, wie wenn du in einer Firma an einer Maschine jahrelang den gleichen Handgriff machst“, berichtet der Unternehmer. 
Sein Team ist ebenfalls bunt gemischt und damit alles andere als langweilig. Im Unternehmen gilt: „Wir bringen Vielfalt an die Spitze!“ Viele Nationalitäten sind vertreten, unter anderem auch der in Ebersbach wohnende geflüchtete Neu-Bürger Mor N. aus Gambia. „Mit ihm bin ich sehr zufrieden. Er würde sogar freiwillig sonntags kommen“, scherzt Markus Föhl. Seit vier Jahren beschäftigt der Arbeitgeber von Zeit zu Zeit geflüchtete Menschen, die zum Großteil von ehrenamtlichen Helfern der Flüchtlingshilfe Ebersbach vermittelt wurden. Da der Arbeitsmarkt in der Baubranche immer knapper wird, waren Markus und Thomas Föhl von Anfang an offen für neue Möglichkeiten: „Man soll keine Vorurteile haben und unter den Flüchtlingen hat es viele fähige Handwerker“, stellt die Unternehmensleitung klar. Schwierigkeiten hätte es unter anderem aufgrund des fehlenden Verständnisses der Fachbegriffe gegeben: „Wenn der Vorarbeiter sagt, bring mir das und das Kleinteil und dann bringen sie das Falsche, dann steht der Vorarbeiter da und kann nicht weitermachen“, so Markus Föhl. Mor besitze aber inzwischen so viel Fachwissen, dass eine solche Situation nicht mehr vorkommen würde. Er erfülle die Erwartungen, sei immer pünktlich und gut im Team integriert: „Er ist beliebt, er ist lustig, er kommt mit jedem gut aus“, erzählt der Arbeitgeber. Mit anderen Geflüchteten hätte es allerdings nicht so reibungslos funktioniert. Einige musste er aufgrund von zu vielen Fehlzeiten entlassen und zwei Geflüchtete kündigen selbst, da sie gemerkt hätten, dass der Beruf nichts für sie sei. Sinnvoll sei immer ein Praktikum vor dem Einstieg in die Arbeit als Gerüstbauer: „Das ist auch nicht jedermanns Arbeit!“, weiß die Firmenleitung. Man müsse vor allem schwindelfrei und körperlich fit sein und auch bei schlechtem Wetter seine Arbeit im Freien leisten können und wollen. 
Die negativen Erfahrungen schrecken den Gerüstbaumeister allerding nicht davor ab, in kommender Zeit erneut geflüchtete Menschen einzustellen. Dass sich unter diesen gute Arbeitskräfte befinden, sieht er jedenfalls an Mor. An dessen Lässigkeit könne man sich hierzulande etwas abschauen, meint der Unternehmer. In der Stuttgarter Umgebung seien die Leute sehr hektisch. Seine Empfehlung an andere Arbeitgeber: „Mut haben und die Beschäftigung von Geflüchteten einfach ausprobieren.“Image attachmentImage attachment

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Man traut den Leuten prinzipiell zu wenig zu.“

Firma Bechtel Druck GmbH & Co. KG über ihre geflüchteten Mitarbeiter aus Ebersbach.
Seit 2009 befindet sich die Bechtel Druck GmbH & Co. KG in Ebersbach. Wolfgang Bangert, der Geschäftsführer, übernahm in den 2000er Jahren mehrere Druckereien: Aus der Typopress Druckerei GmbH, dem Druckhaus Vogel und Bechtel Druck entstand der heutige Betrieb, der bekannt ist für seine 5-Farbendrucktechnik. Von Visitenkarten über Bücher bis hin zu Würfel-Schachteln – wenn die Idee eines Kunden machbar scheint, wird für jedes Projekt eine individuelle Lösung gesucht und in die Praxis umgesetzt. „Wir drucken alles, was bunt ist“, erzählt Wolfgang Bangert. Auch das Bechtel-Team ist nicht eintönig: „Bunt ist besser!“
Seit drei Jahren arbeiten in der Druckerei zwei geflüchtete Menschen aus Ebersbach, die inzwischen beide einen unbefristeten Arbeitsvertrag besitzen: Der Afghane Ali Y. und der Syrer Basam T. „Unser Ansatz, die Flüchtlinge zu beschäftigen war nicht zwingend der, dass wir ihnen etwas Gutes tun wollten. Wir können nur helfen, wenn uns auch geholfen wird“, stellt Wolfgang Bangert klar. Es gab in dieser Zeit keine anderen adäquaten Bewerber, woraufhin der Betrieb beschloss, den Geflüchteten eine Chance als Produktionshelfer zu geben. Der Abteilungsleiter im Bereich Druck, Wolfgang Baumgartner, war von Beginn an zuständig für deren Einarbeitung und Eingliederung ins Team: „Wir geben unseren Migranten die Chance, nach vorne zu kommen, aber es ist sehr zeitintensiv für uns. Man muss einen Mitarbeiter beauftragen, der ihnen alles zeigt und vermittelt. Aber in langsamen Schritten geht es bergauf und unterm Strich helfen sie uns.“ Damit der Betriebsfrieden nicht in Gefahr geriet, wurde präventiv dagegen vorgegangen, indem den Geflüchteten die Regularien und geltenden Werte dargelegt wurden – Respekt gegenüber Teammitgliedern, egal welchen Geschlechts und in welcher Position zum Beispiel. Schwierigkeiten hätte es deshalb aber nie gegeben; die Migranten gehören inzwischen zur „Betriebsfamilie“: „Wir haben bisher mit den Geflüchteten überhaupt keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil“, erzählt Wolfgang Baumgartner, „den Flüchtlingen ist nichts zu viel. Sie sind fleißig und egal was es für Aufgaben sind, sie machen es. Sie sind sich für nichts zu schade. Und das ist für mich eine sehr gute Eigenschaft, die nicht jeder Deutsche mitbringt. Vor allem sind sie freundlich und aufgeschlossen und wenn sie ein Problem haben, dann fragen sie nach.“ Ein großer Vorteil sei außerdem, dass sich die Neu-Bürger für fähig halten würden, etwas Neues zu lernen: „Sie trauen sich zu, etwas zu machen. Man merkt, dass es eine Bereitschaft gibt, dass sie es probieren möchten“, berichtet Wolfgang Bangert. „Fachlich und vom technischen Verständnis traut man den Leuten prinzipiell zu wenig zu“, fügt Wolfgang Baumgartner hinzu. Mittlerweile sollen Ali und Basam deshalb für sie auch außergewöhnlichere Tätigkeiten übernehmen, wie beispielsweise das Ausliefern einer Ware nach Stuttgart, obwohl sie das Navigationsgerät nicht gut lesen können.
Lesen, Schreiben und Sprache allgemein seien die Hauptprobleme und auch beim Bedienen eines Computers gebe es Schwierigkeiten, weshalb die Geflüchteten im Moment in ihrer Hilfsarbeiterposition festsitzen würden: „Wir bei Bechtel wollen das nicht. Wir nehmen diese Leute ernst, wir respektieren sie und wir würden sie gerne auf die nächste Entwicklungsstufe bringen, wäre da nicht das Sprachproblem“, erklärt Wolfgang Bangert. Sie müssten zusätzlich zum Sprachkurs Eigeninitiative ergreifen, in ihrer Freizeit Deutsch lernen und Verständnis für das „kulturelle Miteinander“ aufbauen. Mit viel Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fleiß könnten sie es irgendwann schaffen, sich für eine höhere berufliche Stellung zu qualifizieren.
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Man traut den Leuten prinzipiell zu wenig zu.“

Firma Bechtel Druck GmbH & Co. KG über ihre geflüchteten Mitarbeiter aus Ebersbach.
Seit 2009 befindet sich die Bechtel Druck GmbH & Co. KG in Ebersbach. Wolfgang Bangert, der Geschäftsführer, übernahm in den 2000er Jahren mehrere Druckereien: Aus der Typopress Druckerei GmbH, dem Druckhaus Vogel und Bechtel Druck entstand der heutige Betrieb, der bekannt ist für seine 5-Farbendrucktechnik. Von Visitenkarten über Bücher bis hin zu Würfel-Schachteln – wenn die Idee eines Kunden machbar scheint, wird für jedes Projekt eine individuelle Lösung gesucht und in die Praxis umgesetzt. „Wir drucken alles, was bunt ist“, erzählt Wolfgang Bangert. Auch das Bechtel-Team ist nicht eintönig: „Bunt ist besser!“ 
Seit drei Jahren arbeiten in der Druckerei zwei geflüchtete Menschen aus Ebersbach, die inzwischen beide einen unbefristeten Arbeitsvertrag besitzen: Der Afghane Ali Y. und der Syrer Basam T. „Unser Ansatz, die Flüchtlinge zu beschäftigen war nicht zwingend der, dass wir ihnen etwas Gutes tun wollten. Wir können nur helfen, wenn uns auch geholfen wird“, stellt Wolfgang Bangert klar. Es gab in dieser Zeit keine anderen adäquaten Bewerber, woraufhin der Betrieb beschloss, den Geflüchteten eine Chance als Produktionshelfer zu geben. Der Abteilungsleiter im Bereich Druck, Wolfgang Baumgartner, war von Beginn an zuständig für deren Einarbeitung und Eingliederung ins Team: „Wir geben unseren Migranten die Chance, nach vorne zu kommen, aber es ist sehr zeitintensiv für uns. Man muss einen Mitarbeiter beauftragen, der ihnen alles zeigt und vermittelt. Aber in langsamen Schritten geht es bergauf und unterm Strich helfen sie uns.“ Damit der Betriebsfrieden nicht in Gefahr geriet, wurde präventiv dagegen vorgegangen, indem den Geflüchteten die Regularien und geltenden Werte dargelegt wurden – Respekt gegenüber Teammitgliedern, egal welchen Geschlechts und in welcher Position zum Beispiel. Schwierigkeiten hätte es deshalb aber nie gegeben; die Migranten gehören inzwischen zur „Betriebsfamilie“: „Wir haben bisher mit den Geflüchteten überhaupt keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil“, erzählt Wolfgang Baumgartner, „den Flüchtlingen ist nichts zu viel. Sie sind fleißig und egal was es für Aufgaben sind, sie machen es. Sie sind sich für nichts zu schade. Und das ist für mich eine sehr gute Eigenschaft, die nicht jeder Deutsche mitbringt. Vor allem sind sie freundlich und aufgeschlossen und wenn sie ein Problem haben, dann fragen sie nach.“ Ein großer Vorteil sei außerdem, dass sich die Neu-Bürger für fähig halten würden, etwas Neues zu lernen: „Sie trauen sich zu, etwas zu machen. Man merkt, dass es eine Bereitschaft gibt, dass sie es probieren möchten“, berichtet Wolfgang Bangert. „Fachlich und vom technischen Verständnis traut man den Leuten prinzipiell zu wenig zu“, fügt Wolfgang Baumgartner hinzu. Mittlerweile sollen Ali und Basam deshalb für sie auch außergewöhnlichere Tätigkeiten übernehmen, wie beispielsweise das Ausliefern einer Ware nach Stuttgart, obwohl sie das Navigationsgerät nicht gut lesen können. 
Lesen, Schreiben und Sprache allgemein seien die Hauptprobleme und auch beim Bedienen eines Computers gebe es Schwierigkeiten, weshalb die Geflüchteten im Moment in ihrer Hilfsarbeiterposition festsitzen würden: „Wir bei Bechtel wollen das nicht. Wir nehmen diese Leute ernst, wir respektieren sie und wir würden sie gerne auf die nächste Entwicklungsstufe bringen, wäre da nicht das Sprachproblem“, erklärt Wolfgang Bangert. Sie müssten zusätzlich zum Sprachkurs Eigeninitiative ergreifen, in ihrer Freizeit Deutsch lernen und Verständnis für das „kulturelle Miteinander“ aufbauen. Mit viel Zielstrebigkeit, Ausdauer und Fleiß könnten sie es irgendwann schaffen, sich für eine höhere berufliche Stellung zu qualifizieren.Image attachmentImage attachment

Kommentare auf Facebook

Der Firmengründer Hans Bechtel wäre stolz darauf.

2 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT - Ausstellung am Montag den, 25.03.2019 um 18.30 Uhr im Bürger- und Ratssaal, Rathaus Ebersbach

In dieser Roll-Up-Ausstellung werden 12 Betriebe aus dem Filstal und deren Erfahrungen mit Ebersbacher Geflüchteten als Mitarbeiter vorgestellt. Geflüchtete Menschen bauen sich in Ebersbach an der Fils ein neues, perspektivenreiches Leben auf. Gute Voraussetzungen für Partizipation sind Bildung, Berufsausbildung und Arbeit. Derzeit besitzen 40 Prozent der Geflüchteten aus Ebersbach einen Arbeitsplatz; einige davon absolvieren bereits eine Ausbildung. Vor allem in Handwerksbetrieben, aber auch in anderen Branchen, wie Pflege und Industrie, wird Nachwuchs dringend benötigt. Unternehmen aus dem Filstal berichten in dieser Ausstellung über Ihre Erfahrungen! Diese Ausstellung wird anschließend in den nächsten 2 Wochen im Rathaus zu sehen sein.

Anschließend: Herzliche Einladung zum öffentlichen Gesamttreffen der Flüchtlingshilfe Ebersbach am 25.03 2019 um 19:30 Uhr im Bürger- und Ratssaal im Rathaus Ebersbach.
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT - Ausstellung am Montag den, 25.03.2019 um 18.30 Uhr im Bürger- und Ratssaal, Rathaus Ebersbach 
   
In dieser  Roll-Up-Ausstellung werden 12 Betriebe aus dem Filstal und deren Erfahrungen mit Ebersbacher Geflüchteten als Mitarbeiter vorgestellt. Geflüchtete Menschen bauen sich in Ebersbach an der Fils ein neues, perspektivenreiches Leben auf. Gute Voraussetzungen für Partizipation sind Bildung, Berufsausbildung und Arbeit. Derzeit besitzen 40 Prozent der Geflüchteten aus Ebersbach einen Arbeitsplatz; einige davon absolvieren bereits eine Ausbildung. Vor allem in Handwerksbetrieben, aber auch in anderen Branchen, wie Pflege und Industrie, wird Nachwuchs dringend benötigt. Unternehmen aus dem Filstal berichten in dieser Ausstellung über Ihre Erfahrungen! Diese Ausstellung wird anschließend in den nächsten 2 Wochen im Rathaus zu sehen sein. 
  
Anschließend: Herzliche Einladung zum öffentlichen Gesamttreffen der Flüchtlingshilfe Ebersbach am 25.03 2019 um 19:30 Uhr im Bürger- und Ratssaal im Rathaus Ebersbach.

3 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

Falls Sie in letzter Zeit eine junge Frau mit einer großen Tüte mit bunten Plakaten und einer Kamera im Filstal gesehen haben – Das war ich. Ich bin eine 23-jährige Soziologiestudentin aus Ebersbach. Da das Berufsfeld eines Soziologen breit gefächert ist, schaue ich mich in mehreren Branchen um und absolviere Praktika – im Moment bin ich bei der Stadtverwaltung Ebersbach im Bereich Flüchtlingshilfe und Integrationsmanagement. Integrationsmanager stehen Geflüchteten bei Bedarf in deren Alltag zur Seite. Für jeden Geflüchteten wird ein Integrationsplan mit individuellen Zielen erstellt, welcher Schritt für Schritt verfolgt wird. In Ebersbach/Fils teilen sich diese Aufgaben Andrea Schiller und Binash Hussain.
INTEGRATION.MIT.ARBEIT ist der Slogan des Projekts, für das ich in Ebersbach und Umgebung unterwegs bin, um über die Erfahrungen von Arbeitgebern mit der Beschäftigung geflüchteter Menschen zu berichten. Die daraus entstandenen Artikel werden wöchentlich? im Ebersbacher Stadtblatt veröffentlicht. Das Projekt wird auf Roll-up-Bannern fotografisch dokumentiert und mündet in eine Informations-Ausstellung, die am 25. März um 18:30 Uhr im Ebersbacher Rathaus der Bürgerschaft vorgestellt wird. Danach wandern die Roll-ups durch öffentliche Gebäude der Stadt und sind bei Veranstaltungen zu sehen. Insgesamt besuche ich 12 Unternehmen und befrage die Betriebsleitung nach Aspekten, die gut funktionieren, nach Schwierigkeiten, wie sich die Migranten in die Teams einfügen, ob und wie sich kulturelle Hintergründe auswirken, ob es bürokratische Hürden gab und warum sie sich für deren Einstellung entschieden. Bei einigen Geflüchteten ist das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen und die Gefahr einer möglichen Abschiebung steht noch im Raum. Das bedeutet für sie – und ihre Arbeitgeber – eine große Unsicherheit. Kaum überraschend stellen die Sprachkenntnisse der zugezogenen Ebersbacher Mitbürger das größte Hindernis im Arbeitsalltag dar. Viele Geflüchtete müssen nicht nur die deutsche Sprache lernen, sondern zusätzlich die lateinische Schrift. Manche besuchten in ihrem Herkunftsland nie oder nur wenige Jahre die Schule. Gerade deshalb ist es bewundernswert, dass derzeit 40 Prozent der erwachsenen Geflüchteten aus Ebersbach arbeiten – einige davon sind bereits in Ausbildung. Diese Menschen sind häufig hilfsbereit, fleißig und besitzen eine große Motivation, sich in Deutschland ein neues, perspektivenreiches Leben aufzubauen. Vor allem in Handwerksbetrieben, aber auch in anderen Branchen, wie Pflege und Industrie, wird Nachwuchs dringend benötigt. Abgesehen von deren Arbeitskraft profitieren ihre Arbeitgeber zusätzlich – es macht Spaß und ist interessant, neue Menschen kennenzulernen. Es wird auch von konkreten Faktoren berichtet, wie beispielsweise von einer sympathischen Gelassenheit, von welcher sich einheimische Mitarbeiter in der Hektik des Arbeitsalltags etwas abschauen könnten.
INTEGRATION. Sie bedeutet nicht, dass sich eine Gruppe vollkommen an die andere anpasst und alle ihre kulturellen Praktiken aufgibt. Der soziologische Fachbegriff dazu wäre Assimilation. Integration bedeutet ein gegenseitiges Voneinander-Lernen, welches als langer Prozess nie abgeschlossen sein wird. Es wäre unrealistisch zu behaupten, dass es dabei keinerlei Schwierigkeiten geben wird. MIT.ARBEIT und einer INTEGRATION[s]MITARBEIT kann dem Ziel jedoch ein Stück nähergekommen werden, denn in Unternehmen interagieren Menschen miteinander. Und Interaktion ist der Schlüssel für kulturellen Austausch und damit für eine Interkulturelle Gesellschaft.
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

Falls Sie in letzter Zeit eine junge Frau mit einer großen Tüte mit bunten Plakaten und einer Kamera im Filstal gesehen haben – Das war ich. Ich bin eine 23-jährige Soziologiestudentin aus Ebersbach. Da das Berufsfeld eines Soziologen breit gefächert ist, schaue ich mich in mehreren Branchen um und absolviere Praktika – im Moment bin ich bei der Stadtverwaltung Ebersbach im Bereich Flüchtlingshilfe und Integrationsmanagement. Integrationsmanager stehen Geflüchteten bei Bedarf in deren Alltag zur Seite. Für jeden Geflüchteten wird ein Integrationsplan mit individuellen Zielen erstellt, welcher Schritt für Schritt verfolgt wird. In Ebersbach/Fils teilen sich diese Aufgaben Andrea Schiller und Binash Hussain. 
INTEGRATION.MIT.ARBEIT ist der Slogan des Projekts, für das ich in Ebersbach und Umgebung unterwegs bin, um über die Erfahrungen von Arbeitgebern mit der Beschäftigung geflüchteter Menschen zu berichten. Die daraus entstandenen Artikel werden wöchentlich? im Ebersbacher Stadtblatt veröffentlicht. Das Projekt wird auf Roll-up-Bannern fotografisch dokumentiert und mündet in eine Informations-Ausstellung, die am 25. März um 18:30 Uhr im Ebersbacher Rathaus der Bürgerschaft vorgestellt wird. Danach wandern die Roll-ups durch öffentliche Gebäude der Stadt und sind bei Veranstaltungen zu sehen. Insgesamt besuche ich 12 Unternehmen und befrage die Betriebsleitung nach Aspekten, die gut funktionieren, nach Schwierigkeiten, wie sich die Migranten in die Teams einfügen, ob und wie sich kulturelle Hintergründe auswirken, ob es bürokratische Hürden gab und warum sie sich für deren Einstellung entschieden. Bei einigen Geflüchteten ist das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen und die Gefahr einer möglichen Abschiebung steht noch im Raum. Das bedeutet für sie – und ihre Arbeitgeber – eine große Unsicherheit. Kaum überraschend stellen die Sprachkenntnisse der zugezogenen Ebersbacher Mitbürger das größte Hindernis im Arbeitsalltag dar. Viele Geflüchtete müssen nicht nur die deutsche Sprache lernen, sondern zusätzlich die lateinische Schrift. Manche besuchten in ihrem Herkunftsland nie oder nur wenige Jahre die Schule. Gerade deshalb ist es bewundernswert, dass derzeit 40 Prozent der erwachsenen Geflüchteten aus Ebersbach arbeiten – einige davon sind bereits in Ausbildung. Diese Menschen sind häufig hilfsbereit, fleißig und besitzen eine große Motivation, sich in Deutschland ein neues, perspektivenreiches Leben aufzubauen. Vor allem in Handwerksbetrieben, aber auch in anderen Branchen, wie Pflege und Industrie, wird Nachwuchs dringend benötigt. Abgesehen von deren Arbeitskraft profitieren ihre Arbeitgeber zusätzlich – es macht Spaß und ist interessant, neue Menschen kennenzulernen. Es wird auch von konkreten Faktoren berichtet, wie beispielsweise von einer sympathischen Gelassenheit, von welcher sich einheimische Mitarbeiter in der Hektik des Arbeitsalltags etwas abschauen könnten. 
INTEGRATION. Sie bedeutet nicht, dass sich eine Gruppe vollkommen an die andere anpasst und alle ihre kulturellen Praktiken aufgibt. Der soziologische Fachbegriff dazu wäre Assimilation. Integration bedeutet ein gegenseitiges Voneinander-Lernen, welches als langer Prozess nie abgeschlossen sein wird. Es wäre unrealistisch zu behaupten, dass es dabei keinerlei Schwierigkeiten geben wird. MIT.ARBEIT und einer INTEGRATION[s]MITARBEIT kann dem Ziel jedoch ein Stück nähergekommen werden, denn in Unternehmen interagieren Menschen miteinander. Und Interaktion ist der Schlüssel für kulturellen Austausch und damit für eine Interkulturelle Gesellschaft.

Kommentare auf Facebook

Gefällt mir 😊😊😊. Uhingen ist da leider etwas verschlafen.... Gute Arbeit nicht nur für die Menschen und Ebersbach sondern auch für Dich und Deine Zukunft. Grüssle aus m Nassachtal

3 Monate vergangen

Flüchtlingshilfe Ebersbach

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Wenn alle schwäbisch schwätzen können, ist Integration gelungen!“

Vier Geflüchtete als Azubis im Pflegestift Ebersbach an der Fils bei Dienste für Menschen gGmbH
Wie läuft das mit der Sprache? Verstehen sich die Leute untereinander? Welche Motivation haben sie? Wie findet man zusammen? Wie geht es weiter nach der Ausbildung und dürfen sie letztendlich hierbleiben? – Das waren offene Fragen, die sich Petra Simon, die Einrichtungsleiterin des Pflege- und Wohnstifts Ebersbach an der Fils, vor der Anstellung von mehreren geflüchteten jungen Männern und Frauen stellte. Die Irakerin Mariem S., der Afghane Mohammad H., der Nigerianer Cosmas O. sowie die Kamerunerin Gaelle N. sind Auszubildende im Pflegestift des diakonischen Altenhilfeträgers Dienste für Menschen. Der Ebersbacher Standort wurde 1970 erbaut; 2020 hat das Pflegestift in Ebersbach sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 2017 wurden die Ebersbacher Geflüchteten nach und nach in ein Arbeitsverhältnis genommen. Alle Azubis absolvierten zu Beginn ein Praktikum. Cosmas O. begann bei DfM mit einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ). Anfängliche Unklarheiten, wie Arbeitserlaubnis oder Sprache, hinderten Petra Simon nicht daran, Migranten eine Chance zu geben: „Für mich war schon immer Mensch gleich Mensch“, stellt die Einrichtungsleiterin klar. Die Entscheidung für die Geflüchteten lag dabei weniger an der geringen Bewerberzahl: „Wir hatten und haben schon immer Bewerbungen. Es gibt Zeiten, da gibt es weniger und Zeiten, da bekommen wir mehr Bewerbungen. Aber die Entscheidung war für mich damals nicht: Flüchtling oder Jemand, der diesen Status nicht besitzt. Wir haben einen diakonischen und sozialen Auftrag und nach diesem stelle ich Leute ein. Jeder, der will, hat eine Chance verdient und so handhaben wir das hier.“ Die Offenheit von Petra Simon rentierte sich, denn die Leistungen der Auszubildenden sind vielversprechend: „Die Leute sind sehr hilfsbereit. Sie erkennen, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Sie sind freundlich zu den Bewohnern.“ Schwierigkeiten aufgrund kultureller Hintergründe gäbe es bisher keine und auch die Reaktionen der Bewohner des Pflegestifts wären gut: „Insgesamt sind sie positiv, weil sie sehr höflich mit den Leuten umgehen. Das muss man bei allen sagen. Sie sind einfühlsam und haben viel Geduld“, berichtet der Mentor der Auszubildenden Timo Walter. Einmal hätte sich eine Bewohnerin zwar nicht von einem männlichen Geflüchteten waschen lassen wollen, Petra Simon vermutet aber stark, dass hier eher der ‚männliche Aspekt‘ das Problem war: „Man muss bedenken, dass die Pflege etwas ganz Besonderes ist und dass diese mit Intimsphäre und Privatsphäre zusammenhängt“, so Petra Simon. Man müsse auf die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner eingehen und diese akzeptieren. Die einzige große Schwierigkeit mit den Geflüchteten sei die Verständigung: „Man kann sich noch nicht so gut unterhalten. Man sollte beim Erklären weniger Worte verwenden, es runterbrechen und einfacher ausdrücken“, erklärt die gelernte Altenpflegerin Petra Simon. Der schwäbische Dialekt ist für die Azubis eine zusätzliche Hürde: „Wir im Team müssen uns noch überlegen, ob wir uns mehr Mühe geben sollten, Hochdeutsch zu sprechen. Natürlich müssen sie das Schwäbische auch verstehen, aber das ist für sie sehr schwer. Sie tun sich doppelt schwer, weil sie den Dialekt noch mitlernen müssen“, erklärt der Mentor. Petra Simon sagt dazu im Scherz: „Wenn alle schwäbisch schwätzen können, ist Integration gelungen!“ Durch den in der Berufsschule integrierten Sprachunterricht sei das Deutsch der Geflüchteten schon sehr viel besser geworden. Anderen Arbeitgebern empfiehlt Petra Simon aufmunternd: „Was ich jedem nur an die Hand geben kann ist, dass man neugierig auf die Leute und auf deren Arbeit ist. Wenn man positiv herangeht, kann es gut funktionieren.“ Somit gilt für Dienste für Menschen der Leitsatz: „Solange uns die Menschlichkeit verbindet, ist es egal, was uns trennt!“
... Weiter...Weniger anzeigen.

INTEGRATION.MIT.ARBEIT

„Wenn alle schwäbisch schwätzen können, ist Integration gelungen!“

Vier Geflüchtete als Azubis im Pflegestift Ebersbach an der Fils bei Dienste für Menschen gGmbH
Wie läuft das mit der Sprache? Verstehen sich die Leute untereinander? Welche Motivation haben sie? Wie findet man zusammen? Wie geht es weiter nach der Ausbildung und dürfen sie letztendlich hierbleiben? – Das waren offene Fragen, die sich Petra Simon, die Einrichtungsleiterin des Pflege- und Wohnstifts Ebersbach an der Fils, vor der Anstellung von mehreren geflüchteten jungen Männern und Frauen stellte. Die Irakerin Mariem S., der Afghane Mohammad H., der Nigerianer Cosmas O. sowie die Kamerunerin Gaelle N. sind Auszubildende im Pflegestift des diakonischen Altenhilfeträgers Dienste für Menschen. Der Ebersbacher Standort wurde 1970 erbaut; 2020 hat das Pflegestift in Ebersbach sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 2017 wurden die Ebersbacher Geflüchteten nach und nach in ein Arbeitsverhältnis genommen. Alle Azubis absolvierten zu Beginn ein Praktikum. Cosmas O. begann bei DfM mit einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ). Anfängliche Unklarheiten, wie Arbeitserlaubnis oder Sprache, hinderten Petra Simon nicht daran, Migranten eine Chance zu geben: „Für mich war schon immer Mensch gleich Mensch“, stellt die Einrichtungsleiterin klar. Die Entscheidung für die Geflüchteten lag dabei weniger an der geringen Bewerberzahl: „Wir hatten und haben schon immer Bewerbungen. Es gibt Zeiten, da gibt es weniger und Zeiten, da bekommen wir mehr Bewerbungen. Aber die Entscheidung war für mich damals nicht: Flüchtling oder Jemand, der diesen Status nicht besitzt. Wir haben einen diakonischen und sozialen Auftrag und nach diesem stelle ich Leute ein. Jeder, der will, hat eine Chance verdient und so handhaben wir das hier.“ Die Offenheit von Petra Simon rentierte sich, denn die Leistungen der Auszubildenden sind vielversprechend: „Die Leute sind sehr hilfsbereit. Sie erkennen, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Sie sind freundlich zu den Bewohnern.“ Schwierigkeiten aufgrund kultureller Hintergründe gäbe es bisher keine und auch die Reaktionen der Bewohner des Pflegestifts wären gut: „Insgesamt sind sie positiv, weil sie sehr höflich mit den Leuten umgehen. Das muss man bei allen sagen. Sie sind einfühlsam und haben viel Geduld“, berichtet der Mentor der Auszubildenden Timo Walter. Einmal hätte sich eine Bewohnerin zwar nicht von einem männlichen Geflüchteten waschen lassen wollen, Petra Simon vermutet aber stark, dass hier eher der ‚männliche Aspekt‘ das Problem war: „Man muss bedenken, dass die Pflege etwas ganz Besonderes ist und dass diese mit Intimsphäre und Privatsphäre zusammenhängt“, so Petra Simon. Man müsse auf die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner eingehen und diese akzeptieren. Die einzige große Schwierigkeit mit den Geflüchteten sei die Verständigung: „Man kann sich noch nicht so gut unterhalten. Man sollte beim Erklären weniger Worte verwenden, es runterbrechen und einfacher ausdrücken“, erklärt die gelernte Altenpflegerin Petra Simon. Der schwäbische Dialekt ist für die Azubis eine zusätzliche Hürde: „Wir im Team müssen uns noch überlegen, ob wir uns mehr Mühe geben sollten, Hochdeutsch zu sprechen. Natürlich müssen sie das Schwäbische auch verstehen, aber das ist für sie sehr schwer. Sie tun sich doppelt schwer, weil sie den Dialekt noch mitlernen müssen“, erklärt der Mentor. Petra Simon sagt dazu im Scherz: „Wenn alle schwäbisch schwätzen können, ist Integration gelungen!“ Durch den in der Berufsschule integrierten Sprachunterricht sei das Deutsch der Geflüchteten schon sehr viel besser geworden. Anderen Arbeitgebern empfiehlt Petra Simon aufmunternd: „Was ich jedem nur an die Hand geben kann ist, dass man neugierig auf die Leute und auf deren Arbeit ist. Wenn man positiv herangeht, kann es gut funktionieren.“ Somit gilt für Dienste für Menschen der Leitsatz: „Solange uns die Menschlichkeit verbindet, ist es egal, was uns trennt!“Image attachmentImage attachment

Kommentare auf Facebook

هل استطيع ان اتقدم الى العمل

Mehr laden
Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für

Rückblick auf das Café Asyl im November

Ist das nicht viel Aufwand, jeden Monat den Gemeindesaal in ein schön dekoriertes Café Asyl einzurichten, so viele Leute zu bewirten, die vielen Kinder am Kindertisch mit ansprechenden Bastelarbeiten zu beschäftigen und sich mit den Anliegen der Gäste auseinanderzusetzen?

Sicherlich braucht das Zeit, aber diese Zeit verschenken wir gerne, ist es doch keine „verschenkte“ Zeit. Es ist wie so oft bei ehrenamtlicher Tätigkeit ein Geben und Nehmen. Wir helfen Menschen weiter und bekommen doch auch für uns selbst so viel zurück: Ein herzliches Umarmen, einen dankbaren Händedruck, neue wertvolle Sichtweisen für unser eigenes Leben, begeisterte, strahlende Kindergesichter und einfach das fröhliche Miteinander, dass selbst das Abspülen in der Küche Spaß macht. Darüber hinaus haben wir Helfer uns selbst in der Flüchtlingshilfe kennen – und schätzen gelernt und die Kontakte bereichern unser Leben.

Vielleicht haben auch Sie Interesse, sich mit ein wenig Zeit für die Unterstützung der geflüchteten Menschen einzusetzen. Melden Sie sich einfach bei den Koordinatoren Kevin Reyer (info@fluechtlingshilfe-ebersbach.de) oder bei Andrea Schiller (schiller@stadt.ebersbach.de) oder Sie kommen einfach zum nächsten Café Asyl am Donnerstag, 13. Dezember 2018, ab 16 Uhr ins evangelische Gemeindezentrum, Zeppelinstraße 38. Im Übrigen erwarten wir an diesem Tag auch den Nikolaus.

Für das Café Asyl- Team
Elfriede Kohnke

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Rückblick auf das Café Asyl im November

Café Asyl am 08.11.

Nächstes „Café Asyl“ schon am 8. November 2018


Herzliche Einladung an Alt und Jung, Einheimische und Zugewanderte, zum nächsten Café Asyl am 8. Oktober 2018, ab 16 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in der Zeppelinstraße 38..
Hier können sich Menschen unterschiedlicher Herkunft begegnen, bei Kaffee, Tee und Kuchen ins Gespräch kommen und sich näher kennenlernen, sich austauschen und vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch weiterhelfen und einfach miteinander einen schönen Nachmittag verbringen. Wie immer gibt es natürlich auch für die Kinder einen Basteltisch.

Wir freuen uns auf wieder viele Gäste!
Für Gebäckspenden sind wir sehr dankbar.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir diese bis Dienstag, 2. Oktober 2018 telefonisch (Tel.07163-8111) oder per Email (a.e.kohnke@gmx.de) anzumelden.

Café Asyl Flyer

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Café Asyl am 08.11.

Aus geflüchteten Menschen werden Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Die Integration neuer Bürgerinnen und Bürger, die nach Deutschland geflüchtet sind, wird im Rahmen des Pakts für Integration des Landes Baden-Württemberg gefördert. Aus diesen Mitteln hat die Stadt für das Jahr 2017 € 169.235 für 137 in Ebersbach wohnende Personen erhalten. Diese sind zwischen 01.01.2015 und 29.02.2016 im Rahmen der Zuweisung durch den Landkreis in die Stadt Ebersbach gekommen.
Mit dem Pakt für Integration tragen Land und Kommunen dem Umstand Rechnung, dass viele der nach Baden-Württemberg geflüchteten Menschen aufgrund ihrer Bleibeperspektive für längere Zeit hier bleiben werden und mit geeigneten Maßnahmen für eine gelingende Integration vorbereitet werden müssen.
Um die Kommunen hierbei zu unterstützen, stellt das Land für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 160 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld werden die Kommunen bei den Kosten der Unterbringung und der Planung und Durchführung von konkreten Integrationsförderprogrammen und -maßnahmen finanziell entlastet. Ende 2018/Anfang 2019 werden aus diesem Förderprogramm weitere Gelder nach Ebersbach fließen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Aus geflüchteten Menschen werden Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Integrationsmanagement Stadt Ebersbach an der Fils

Andrea Schiller und Binash Hussain – Beratung und Unterstützung zu:

– Arbeit und Beruf
– Familienzusammenführung
– Gesellschaftliche Teilhabe/ Freizeitangebote
– Gesundheit
– Kindergarten
– Schul- und Berufsausbildung/Studium
– Sprache
– Wohnung

Offene Sprechzeiten – weitere Termine nach Vereinbarung:

Mo 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Di 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Mi 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Do 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Marktplatz 1, 73061 Ebersbach, Telefon 07163 161 292 oder 07163 161 293

2018_Integrationsmanagement FINAL

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Integrationsmanagement Stadt Ebersbach an der Fils

Café Asyl im Oktober

Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische

Do. 4. Oktober 2018 ab 16 Uhr

im Evang. Gemeindezentrum | Zeppelinstraße 38 | 73061 Ebersbach

veranstaltet von der Flüchtlingshilfe Ebersbach

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Café Asyl im Oktober

Rückblick auf das Café Asyl im September

Nach einer Sommerpause hat das Café Asyl- Team der Flüchtlingshilfe Ebersbach im September wieder aufs Neue das monatliche Café Asyl für Einheimische und Zugezogene geöffnet und es wurde wieder gerne angenommen.

Der Monat September ist bei vielen- gerade auch bei den geflüchteten Menschen geprägt vom Neuanfang. Nicht nur für die neuen Erstklässer wie der kleinen Len (Bild), die am letzten Donnerstag gerade ihren ersten Schultag hinter sich hatte, auch ältere Schüler konnten nach 1-2 Jahren in der Vorbereitungsklasse  nun in  Regelklassen und weiterführende Schule wechseln. Für die Erwachsenen beginnen neue Kurse und manche können nach absolviertem Sprachkurs schon mit einer Ausbildung beginnen oder ins Arbeitsleben einsteigen und einige wenige beginnen auch mit einem Studium. Einige Dreijährige dürfen jetzt in den Kindergarten starten, sofern für sie ein erreichbarer, freier Platz zur Verfügung steht.

Geradezu symbolisch zu den Neuanfängen passte das Basteln von kleinen Schultüten, die die Kinder und Jugendlichen(!) eifrig und mit Freude dekorativ beklebten, zumal sie dann zum Abschluss auch noch befüllt wurden.

Einen Neuanfang im September gibt es auch für Binash Hussain, die von nun an Andrea Schiller im Integrationsmanagement unterstützt und sich beim Café Asyl vorstellen konnte. Wir  heißen sie herzlich willkommen und wünschen ihr Freude, Mut, Geduld, Kraft und Fantasie bei ihrer neuen, so wichtigen Arbeit.

Dann gibt es auch im September wieder für manche Familien einen Neuanfang, indem sie von den Gemeinschaftsunterkünften in Wohnungen umziehen können und eine besondere Freude gibt es für einen Familienvater, dessen Frau und drei Töchter  nun nach Jahren der Trennung aus Syrien nachziehen können.

Das alles wird im Café Asyl besprochen, man freut sich miteinander  und es kann über die eine oder andere Frage nachgedacht und nach Lösungen gesucht werden.

Vielen Dank an alle, die durch Ihr Kommen, ihre Gespräche, ihre Mithilfe , ihre Kuchenspenden wieder zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben.

Bitte beachten Sie, dass das nächste Café Asyl wegen des Kinderkleiderbazars  nicht am 2. Donnerstag im Oktober stattfindet, sondern schon am  4. Oktober 2018, ab 16 Uhr.

Für das Café Asyl- Team

Elfriede Kohnke

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Rückblick auf das Café Asyl im September

Sachspenden für Flüchtlinge

Die Flüchtlingshilfe Ebersbach freut sich über die unterschiedlichsten Sachspenden für die Flüchtlinge, für die aktuell Bedarf besteht. Leider sind die Lagermöglichkeiten sehr begrenzt, so dass wir die Angebote nur bei entsprechendem   Bedarf annehmen können. Bei Möbelangeboten ist ein Foto hilfreich.

Haben Sie bitte Verständnis, dass wir nur die untenstehenden gesuchten Dinge annehmen können.

Herzlichen Dank für alle Spenden!

AKTUELL WERDEN FOLGENDE SACHEN GESUCHT:

Es ist für uns hilfreich, wenn Sie von Möbelstücken, wenn möglich ein Foto an untenstehende Email- Adresse schicken. Vielen Dank!

  • Dringend: 1 Matratze
  • 3 Kopfkissen (waschbar)
  • 3 dünne Bettdecken (waschbar)
  • Flache Bodenteppiche in verschiedenen Größen
  • Geräumigen, gut funktionierenden Kühlschrank
  • Doppelbett mit niedrigem Rahmen
  • Schreibtischstuhl für ein Kind
  • Kleiderständer für Flur
  • Kleinerer Couchtisch aus Holz
  • Großer Kochtopf (5-7l)
  • Gut erhaltene Pfanne
  • Funktionierende Bodenstaubsauger
  • Tragbarer CD- Player zum Erlernen der Sprache
  • Laptops fürs Lernen mit Sprachprogrammen und für Schüler in weiterführenden Schulen
  • Aufgeblasene Fußbälle
  • Sonnenschirm
  • 3- rädriges Fahrrad für Erwachsenen

Kontakt: Email: sachspenden@fheb.de

  Karin Bretz                      Elfriede Kohnke

  Tel. 0177 8714 345           Tel. 07163- 8111

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Sachspenden für Flüchtlinge

Backup restored

Aufgrund einer technischen Störung, wurden mehrere Artikel auf unserer Homepage gelöscht. Wir arbeiten gerade an der Wiederherstellung der Beiträge und Bilder. Sie finden uns auch auf facebook unter https://www.facebook.com/fluechtlingshilfeebersbach

[UPDATE 9.9.2018] Die Daten auf unserer Homepage wurden erfolgreich repariert.

Frank Steiner

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Backup restored

Sachspenden

Herzlichen Dank für die Sachspenden!

Es ist mal wieder an der Zeit, herzlichen Dank zu sagen für die vielen, vielen hundert, meist hochwertigen Sachspenden, die wir in den vergangenen Jahren für die Flüchtlinge und sonstige Bedürftige entgegennehmen konnten. Alle Sachspender sind froh, dass ihre noch so gut erhaltenen, von ihnen nicht mehr gebrauchten Gegenstände, Geräte, Möbel etc. noch Verwendung finden und andere Menschen glücklich machen. Und seither konnten geradezu auch alles Gesuchte bekommen.
Für manche mag es so erscheinen, dass Flüchtlinge hohe Ansprüche hätten, wenn zum Beispiel nach besonderen elektrischen Geräten oder Möbelstücken mit vorgegebenen Maßen gesucht wird. Die Wohnräume sind meist sehr beengt, dass eben z.B. nur ein max. 140 cm breites Ehebett passt und dass ein Röhrenfernsehgerät zu viel Platz wegnimmt. Und so lange wir diese Sachen von Ebersbachern Bürgern bekommen, können wir es vertreten, danach zu suchen.

AKTUELL WERDEN FOLGEND E SACHEN GESUCHT:
Es ist für uns hilfreich, wenn Sie von Möbelstücken, wenn möglich ein Foto an untenstehende Email- Adresse schicken. Vielen Dank!

– Fahrräder in allen Größen
– Tragbarer CD- Player zum Erlernen der Sprache
– Flachbild- Fernsehgeräte
– Schmaler Regalschrank (Flur)
– Kleines Couchtischchen (ca. 50 x 50 cm)
– Niederflorige Bodenteppiche in verschiedenen Größen
– Weitere Bodenstaubsauger
– Laptops für Lernende mit Sprachprogrammen und für Schüler in weiterführenden Schulen

Kontakt: Email: sachspenden@fheb.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Sachspenden